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23.03. – 31.03.2026, 1.472km

Von Benicarló aus sind wir zur alten Bahnstation von El Pinell de Brai gefahren. Auf dem Weg zu unserem Tagesziel sind wir an dem künstlich erstellten Stausee „El Azud“ vorbeigekommen. Der 375m lange See mit einer diagonal verlaufenden Leiste, deren Aufgabe es ist, das Wasser in die Bewässerungskanäle abzuleiten, geht bis auf das 14.Jhdt zurück.

Die Bahnstation von El Pinell de Brai und die dazugehörenden Gleise waren von 1942 bis 1973 in Betrieb. Die Gleisanlagen wurden 1995 entfernt und heute ist der Bahndamm eine beliebte Radlstrecke der Via Verde. Die gut 80km lange Strecke die durch das Tal „Val de Zafán“ führt von Valdealgorfa (Teruel) nach Roquetes (Tortosa). Die Kneipe an der Bahnstation wird derzeit zumindest am Wochenende betrieben, im Sommer oder zu Ferienzeiten möglicherweise auch unter der Woche. Wir verbrachten auf dem Parkplatz eine herrlich ruhige Nacht und konnten mit Tara auf der Bahnstrecke beide Richtungen erkunden. Die Umgebung ist sehr ruhig, schön und entspannt. Der einzige Wehrmutstropfen ist die nicht vorhandene Internetverbindung und auch auf dem Fußmarsch, von etwa 1h in jeweils eine der beiden Richtungen, brachte keine Verbindung. Auf allen drei Mobilkarten hatten wir jeweils nur die „SOS“-Information….Fluch oder Segen, je nachdem wie man es sieht.

Von der Bahnstation ging es für uns weiter nach Arbeca auf das Weingut „Vinya els Vilars“. Hier waren wir schon öfter und verbrachten dort wieder zwei Nächte. Allerdings war diesmal die Zufahrt etwas tricky denn die, just seit dem Tag unserer Anreise in Betrieb befindliche, Zugangsschranke ließ uns erst mal staunen. Über die TripStop-App bekamen wir den Zutritt und der Platz kostet jetzt fix 10€ für 72h. In der App steht zwar erst mal 10€ je Tag aber von der Kreditkarte werden nur 10€ abgebucht. Bei unserem letzten Besuch haben wir schon gesehen daß weitere Plätze erstellt werden die jetzt fertiggestellt sind und ebenfalls Strom haben. Der Strom (6A) sowie Ver- und Entsorgung sind im Preis inbegriffen. Leider sah sich der Weingutbesitzer zu dieser Maßnahme gezwungen da viele Camper kamen, den Stellplatz nutzten und ohne Einzukaufen oder den Stellplatzpreis zu bezahlen, wieder abgereist sind.

Nach einer leicht stürmischen Nacht sind wir nach Frankreich und erneut auf den Stellplatz in Sainte-Marie-la-Mer gefahren. Vor dem Grenzübertritt haben wir natürlich nochmal für entspannte 1,699€ je Liter Diesel und 0,899€ je Liter AdBlue getankt. Die in Frankreich aufgerufenen 2,229€ je Liter Diesel, an freien Tankstellen und nicht auf der Autobahn, ließen uns zumindest erst mal ein lächeln in’s Gesicht zaubern. Auf den Feldern sahen wir immer wieder größere Wasserflächen die auf einen starken Regen vor längerer Zeit schließen ließen. Auch sahen wir immer wieder entwurzelte Bäume was auf kräftige Stürme der jüngeren Vergangenheit schließen lässt.

Ursprünglich wollten wir auf dem Stellplatz zwei Nächte bleiben aber Wind um die 50km/h mit Böen bis 80km/h ließen uns nach nur einer Nacht weiterfahren. Die Strecke bis Avignon ist ja bekannt dafür dass es öfter mal stärkeren Wind hat und leider jetzt für einige Tage wieder. Die Autobahnfahrt war entsprechend anstrengend und ungemütlich. Alternativ hätten wir in Spanien etwa 5 Tage warten müssen bevor wir weitestgehend windfrei weiterfahren hätten können aber das hat uns irgendwie nicht so recht in unseren Zeitplan gepasst.

Der Stop beim Weingut Lauribert ist für uns mittlerweile fast ein muss wenn wir über das Rhônetal fahren. Wir fühlen uns hier einfach wohl und standen diesmal, weil relativ viele große Fahrzeuge auf der großen Fläche standen, direkt an der Hecke. Der Nordwind wurde gut von der Hecke abgehalten was uns zu Gute kam.

Wir entschieden uns am Sonntag weiterzufahren da zumindest der LKW Verkehr dann doch deutlich reduziert ist. Der weiterhin starke Wind machte die Fahrt nicht zum reinen Vergnügen auch wenn der Wind, nördlich von Lyon, etwas nachgelassen hat. Auf dem Stellplatz in Seurre standen wir schon vor zwei Jahren mal und fühlten uns auch diesmal wieder wohl dort.

Nach zwei Nächten geht es jetzt weiter nach Deutschland. Zunächst wollten wir im Ort noch an einer Total-Tankstelle vorbei die aktuell mit 2,09€ in ganz Frankreich den günstigsten Sprit anbietet aber leider war der Dieseltank der Tankstelle leer. Auf der Autobahn wollten wir es dann nochmal bei einer Total-Tankstelle versuchen aber da standen 4 LKW’s vor uns und das hätte uns doch zu lange gedauert. Der Wind hat sich glücklicherweise weitestgehend gelegt aber dafür leuchteten die Kuppen der Vogesen und des Schwarzwaldes in frischem Weiß. Am Rhein war es aber im 9° noch relativ mild. Oft halten wir, wenn wir über Mülhausen den Rhein überqueren, am Bohrerhof für ein oder zwei Nächte an. Der Platz ist nicht mehr so günstig wie vor Jahren aber mit 20€ trotzdem fair, immerhin gibt es Strom und Dusche dazu. Wir gehen gerne in dem Hofladen einkaufen und vor allem die dort erhältlichen Brotwaren sind nach dem spanischen Einerlei doch ein echtes Highlight. Das am Hof befindliche Restaurant genießen wir, trotz der gehobenen Preise, immer wieder. Bislang wurden wir auch noch nie enttäuscht. Diesmal ist der Hof allerdings nicht, wie im Herbst, Saisonal dekoriert. Hier gehts zum Blogeintrag vom Herbst mit Hofdeko

Hiermit enden die Einträge unserer Spanienreise im Winter 2025/26. In einigen Tagen sind wir Zuhause und dann wird es noch einen kurzen Faziteintrag geben.


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