Juni 2025: hier bin ich u.a. mit so einem uralten Stahldings gefahren das sie Eisenbahn nennen. Es hat ziemlich gerattert aber mir hat das nix ausgemacht und ich hab mich einfach hingelegt.
auch sonst noch unterwegsund auch zuhause
Juli 2025: Da hab ich Bonny und Theo kennengelernt. Mit Bonny war ich baden und Theo ist ein ganz hübscher und lieber Bub, der hat mir sogar sein Eis überlassen.
Hallo, ich bin’s
Tara und Bonny
na, was machen wir jetzt? gehen wir baden?
baden mit Bonny
ich trau mich nicht, es ist doch tief
Theo ist schon ein Hübscher
mit Theo kann man mega spielen
August 2025: da hab ich 3 meiner Schwestern wieder getroffen und auch sonst noch welche von der buckligen Verwandschaft.
Über einen kleinen Einkaufsstop beim Weingut Rosenberger geht es nach Arbesbach. Seit gestern ist das Wetter unbeständiger, regnerischer und kühler. Allerdings regnet es bei weitem nicht so viel wie uns die Wetterapps erzählen wollen. Auf dem Weg nach Arbesbach regnet es teilweise leicht aber am Nachmittag scheint dann auch wieder die Sonne. Die Temperaturen sinken auf 13° was nicht nur dem Regen geschuldet ist sondern auch der Höhe von 830m, auf der wir uns befinden. Die Burgruine in Arbesbach, auch Stockzahn des Waldviertels genannt, trohnt über dem Ort. Da die Besichtigungswege der Ruine aus groben Gitter bestehen war ein Aufsteigen auf den Stockzahn für uns leider nicht möglich. Unweit des Ortes befindet sich eine Auffangstation für Bären in der derzeit fünf Bären leben.
der Stockzahn
Nach einer ruhigen Nacht und einem ausgiebigen Spaziergang durch die hügelige Landschaft, incl. Erfrischungsbad für Tara, geht es weiter Richtung Freistadt. Dort besuchen wir zwei liebe Wohnmobilmenschen die wir 2024 auf unserer Tunesientour kennenlernen durften. Viel gab es zu erzählen von den Reisen die jeder seit dem unternommen hatte. Wir wurden super bewirtet und verbrachten einen kurzweiligen Nachmittag und Abend.
Nach einem kräftigen Frühstück, das uns serviert wurde, führte uns der Weg im Regen nach Vilshofen. Gerade als wir am Stellplatz angekommen sind regnete es nochmal kräftig aber dann war es erst mal vorbei mit der Nässe von oben. Wir spazierten in die auf der anderen Donauseite liegende Stadt. Viel gab es für uns nicht zu sehen aber dafür wir gönnten uns ein Eis.
DonauVils mit Blick auf Abteikirche Heiligste Dreifaltigkeit
Am nächsten Tag, es war Fronleichnam, steuerten wir entspannt unsere Heimatstadt an.
Kleines Fazit unserer Reise durch die Slowakei: Wir waren zum ersten mal in der Slowakei und das Land hat uns schon gut gefallen. Es ist ein schönes hügeliges, zum Teil bergiges, Land aber auch im Süden geprägt von den Donauauen. Die Menschen sind nicht unfreundlich aber reserviert Fremden gegenüber. Leider ist eine Verständigung mit englisch nur schwer möglich, selbst Menschen um die 30 können vielfach kein Wort englisch sprechen. Bei den 20jährigen scheint das schon anders zu sein, hier hatten wir den Eindruck dass es schon einige gibt die englisch sprechen können. Auch hatten wir das Gefühl dass die Mehrsprachigkeit Richtung englisch oder auch deutsch im Süden des Landes stärker ausgeprägt ist als im Westen oder Norden. Aber das sind nur unsere Eindrücke und ob es wirklich so ist können wir nur schwer beurteilen. Eine Camper-Infrastruktur, wie wir sie kennen, hat das Land nicht und legt, das ist unser Eindruck, auch keinen Wert darauf eine aufzubauen. Stellplätze gibt es so gut wie gar nicht sondern nur Campingplätze. Diese haben überwiegend als Untergrund Wiese, so daß wir uns den Platz vorher schon genau anschauen müssen bevor wir unser WoMo dort abstellen. Preislich lagen die Plätze, auf denen wir übernachtet haben, bei 30€. An den Rezeptionen der Campingplätze trafen wir meist auf junge Slowakinnen die perfekt englisch sprechen konnten. Wissen muss man auch dass nicht jeder Campingplatz einen Bodeneinlass hat um Tanks entleeren zu können. Dafür wiederum haben wir einige male völlig unbehelligt auf Burgparkplätzen, an Stauseen oder anderen Sehenswürdigkeit hervorragend übernachten können. Preislich handelt es sich nicht zwingend um ein „günstiges“ Reiseland. Die Preisspanne für 0,5l Bier lag bei 1,80€ bis 5,10€. Alles in allem kann man aber noch gut und günstig dort Essen oder Einkaufen gehen, allerdings gibt es eben auch HotSpots die preislich den unseren nicht nach stehen. Wir haben, grob gesagt, einiges vom Westteil des Landes gesehen bis etwa zur Landesmitte. Es fehlt also der komplette Ostteil und natürlich gibt es auch in der Westhälfte noch viel zu erkunden. Es ist auf jeden Fall ein Grund das Land nochmal unter die Räder zu nehmen und weiter zu bereisen.
Nach einer herrlich ruhigen Nacht bei der Kirche von Svätý Kríž starteten wir zu einem Parkplatz bei einer Schauhöhle im Demänovska-Tal. Wir wussten, da Montag ist, daß wir die Höhlen heute nicht besichtigen können. Allerdings reizte uns der Gedanke ein Gefühl dafür zu bekommen. Wer weiß, vielleicht beim nächsten Besuch in der Slowakei dann mal reinzuschauen. Das komplette Höhlensystem ist etwa 23km lang und der größte Teil davon ist den Forschern vorbehalten. Vom Parkplatz an der Demänová-Eishöhle (Demänovská Iádová jaskyňa) laufen wir am Bach Demänovká entlang zur etwa zweieinhalb Kilometer entfernten Freiheitshöhle (Demänovská jaskyňa Slobody). Der Weg im Schatten der bewaldeten niederen Tatra ist sehr angenehm. An der Freiheitshöhle finden sich Bilder und Beschreibungen die einen sehr interessanten Eindruck der Höhle vermitteln. Die Höhlenbesichtigung dauert etwa eine Stunde und führt bei einer Temperatur von 6°-7° über etwa 913 Stufen. Nun, wir wissen jetzt Bescheid und treten den Rückweg zum Parkplatz an. Schlappe 15€ kosteten die etwa 1h45min parken auf dem heute völlig leeren Parkplatz. Auch die Slowaken wissen daß es von den Toten nix mehr gibt.
Blick auf die Hohe Tatra
Weg zur Freiheitshöhle
Weg zur Freiheitshöhle
Weg zur Freiheitshöhle
Weg zur Freiheitshöhle
Weg zur Freiheitshöhle
Weg zur Freiheitshöhle
Weg zur Freiheitshöhle
immer wieder erstaunlich wenn Bäume auf Felsen wachsen
Einblick in das innere der Höhlen
Weg zur Freiheitshöhle
Weg zur Freiheitshöhle
Tara liebt den feuchten Weg
Tara liebt den feuchten Weg
beliebte Kletterwand
beliebte Kletterwand
Geplant war im Anschluss das Übernachten auf einem Parkplatz am Kastell Hrad a kaštieľ , am Ortsrand von Liptovský Hrádok. Leider wird dort gerade kräftig gebaut und wir entschieden uns für einen Stellplatz beim Restaurant Stará Zvonica (Nížná Boca, Žílínský Kraj). Der Weg dorthin führt uns am Bach Boca entlang in ein Tal der Region Liptau, in der niederen Tatra, auf eine Höhe von 770m. Die Geschichte dieser Region ist eng mit dem Bergbau verbunden, so wurde hier bis 1860 Gold, Silber, Kupfer und Eisenerz abgebaut. Bis 1918 gehörte die Region Liptau zum Königreich Ungarn.
die bewalteten Hügel der niederen Tatranett hergerichteter Stellplatzniedere Tatradie TÜV geprüfte BachüberquerungTara war sie nicht gehäuer aber sie meisterte sie bravorös
Heute haben wir die Hohe Tatra im Visier. Hierzu fahren wir aus dem Tal wieder heraus und stoßen erneut an die Váh. Diese überqueren wir und fahren in die Hohe Tatra nach Štrbské Pleso. Hier haben wir zunächst etwas Mühe einen geeigneten Platz zu finden, denn Wohnmobile sind von den Parkflächen verbannt. Mit Hilfe freundlicher Polizisten wurde uns ein Platz am Straßenrand für schlappe 30€ zugewiesen. Von dort gehen wir zum See Štrbské Pleso. Der See liegt malerisch am Fuße der Hohen Tatra, die mit ihren Berggipfeln von 2.000 – 2.500m Höhe, im Hintergrund aufragen. Mit was wir nicht gerechnet haben ist die sehr starke Frequentierung unter der Woche, ähnlich vermutlich wie bei uns an der Zugspitze.
Ausblicke wärend der Fahrt
See Štrbské Pleso
Hohe Tatra
Aussichtsturm
Hohe Tatra
Hohe Tatra
Nach einer ruhigen Nacht machten wir uns auf zu einer kleinen, etwa 10km langen, Wanderung. Nachdem wir gestern gesehen haben, wie viele Menschen hier unterwegs sind und die Wetterapp ab etwa Mittag möglicherweise Regen meldete, entschieden wir uns gegen den sicherlich malerischen Wasserfall. Wir nahmen einen Weg in ein kleines Nebental das uns bis auf etwa 1550m Höhe führte, auf einem Weg auf dem wir zunächst völlig alleine unterwegs waren. Er führte uns auch zu einem See der dann schon wieder stärker frequentiert war. Von dort ging es zurück zum Wohnmobil und pünktlich um12:00 Uhr tröpfelte es tatsächlich etwas auf unser Dach. Allerdings war es nur wenig und wir wollten eh weiter fahren.
Skisprungschanzen Štrbské Pleso
Tatra gefällt der Weg
Blick aus der Hohen Tatra heraus
wir vermuten es war ein Handelsweg
Tara in ihrem Element
Das Ziel war die etwa 115km entfernte Stadt Banská Bystrica. Wir haben in den letzten Wochen sicher schon schöner und ruhiger gestanden aber für eine Nacht geht das schon. Der Platz ist ein schmuckloser großer Parkplatz auf dem sich auch Fahrzeuge finden die sicher schon Monate hier vor sich hingammeln. Aber egal, wir hatten eine entspannte Nacht und starteten am Morgen zu einem kleinen Stadtspaziergang. Die Stadt ist mächtig herausgeputzt und lädt zum Flanieren ein. Am Altmarkt gibt es viele schöne Häuser die teilweise auch etwas venezianisch anmuten. Der Uhrenturm hat eine leichte Neigung und wird auch „schiefer Turm“ genannt. Der Legende nach sind Engel in einer dunklen Nacht zusammengestoßen, weil sie nicht gesehen haben wo sie hinfliegen. Um nicht abzustürzen hielt sich die Engelschar am Dach des Turmes fest, wodurch er in Schieflage geriet. Eine nette Erklärung wie ich finde. Die Pfarrkirche Mariä-Himmelfahrt ist die älteste der Stadt und wird auch Burgkirche genannt, denn sie war Bestandteil der Stadtburg. Die Kirche gehört zu den wertvollsten kirchlichen Denkmälern, aber leider war sie für uns verschlossen.
Fluss Hron
See in Parkplatznähe
Sonnen ist angesagt
der Nachwuchs schwimmt schon kräftig mit
Flieger am Museum
Stadtburg Banská Bystrica
Banská Bystrica
Blick über den Marktplatz
Uhrenturm
Marktplatz mit Mariensäule
Blick über den Marktplatz
Kirche Maria Himmelfahrt
Kirche Maria Himmelfahrt
Stadtburg von der Rückseite
Die etwa 180km nach Komárno führten uns über teilweise ziemlich holprige Straßen die zudem stark von LKW‘s frequentiert waren. Die hügelige Landschaft begleitet uns noch ein ganzes Stück, aber die Hügel werden zunehmend kleiner bis sie nahezu ganz verschwinden. Zunächst peilten wir in Komárno einen Platz an der Váh an, die hier in die Donau mündet und uns auf unserer Reise schon einige Male begleitet hat. Allerdings wird hier aktuell gebaut und so fuhren wir auf den Parkplatz bei der Festungsanlage. Wider Erwarten zeigt sich dieser große Parkplatz sehr ruhig und entspannt. Am Abend und auch am Morgen spazierten wir durch die nicht sehr große aber ganz nette Altstadt. Man spürt hier die Nähe zu Ungarn und anderen Nationen. Hier kann man deutlich mehr Englisch und/oder Deutsch sprechende Personen antreffen, viele sprechen wohl auch ungarisch. Die Nähe zur ungarischen Schwesterstadt Komárom ist für die Mehrsprachlichkeit sicherlich der Grund dafür.
Denkmal an Béni Egressy der wärend seines Dienstes hier einen Marsch komponierte.Rathaus mit UhrenturmBasilika St. Andreas, ehemaliges KlosterEingangstor der FestungsanlageFestungsmauerBlick in das Innere der Festung
Die Festungsanlage ist sicherlich sehenswert allerdings wird hier gerade großflächig renoviert so daß wir uns primär der kleinen Altstadt zugewandt haben. In der Stadt ist eine Mischung aus historischer und moderner Architektur zu finden. Am Europaplatz ist eine Gebäudemischung entstanden die typische Gebäude europäischer Länder repräsentieren. Leider wird an dem Brunnen dort gerade gebaut und deshalb gibt es nicht viele Bilder. Das Rathaus mit dem Uhrenturm aus dem 19.Jhdt ist das Wahrzeichen der Stadt.
EuropaplatzEuropaplatzEuropaplatzRathaus
Nach dem Rundgang am Vormittag geht es weiter, zum überwiegenden Teil, über Landstraßen bis nach Orth an der Donau. Die Straße ist links und rechts mit großen Feldern gesäumt. Der Blick geht weit über die Felder hinweg da es „Brettl eben“ ist.
In Orth spazieren wir dann an die Donau. Tara gönnt sich ein kleines Bad und wir uns ein Radler.
DonauDonau-Auen
Nach einem Spaziergang durch den Nationalpark Donau-Auen geht es für uns zunächst nach Stockerau (Ver- und Entsorgungsstop) und dann weiter Richtung Krems.
Am Montag starten wir erst mal mit einem Einkaufsstop und anschließend sind wir zu einer Tankstelle gefahren an de wir Ver- und Entsorgen können. Danach führte uns der Weg, zunächst links- und dann rechtsseitig der Váh, durch eine schöne Auenlandschaft nach Trenčín. Unterwegs wollten wir noch kurz an der Ruine Čachtice anhalten aber leider war die Anfahrt für uns nicht möglich. Um die ehemalige Burg rankt sich die grausame Geschichte der Blutgräfin. Die Gräfin Elisabeth Báthory soll mehr als 600 junge Mädchen ermordet haben. Damit ging sie als größte Serienmörderin in die Geschichte ein. Sie soll auf der Suche nach ewiger Jugend im warmen Blut junger Bauersmägde gebadet haben. Eine wirklich gruselige Geschichte.
Fasan neben unserem SP
Die Burg trohnt malerisch über der Stadt Trečín. Der Weg dorthin führt über Treppen und Steinwege erst zur Kirche der Geburt Jungfrau Maria und weiter zur Burg. Leider konnten wir nicht hineingehen da es mit Hund zwar erlaubt ist aber nur wenn er einen Maulkorb trägt, den hatten wir leider im Auto gelassen. Na ja, dann halt wieder runter in die Altstadt und vorbei am Haus des Henkers. Am Durchgang zum Hauptplatz erinnert ein Wandbild an die römischen Truppen von Marcus Aurelius (121-180), als nördlichstes Römerlager in Trečín. Die schön sanierte Altstadt mit vielen Cafés und Kneipen lädt zum Flanieren und Verweilen ein. In die Piaristenkirche kann leider nur durch eine Glastür hineingeblickt werden. Der Brunnen des Wassermanns Valentín spritzt in regelmäßigen Abständen. Der Brunnen ist mit der Legende eines mährischen Wassermanns verbunden, der sich in ein Lebkuchenmädchen namens Anička verliebte. Als ihr Haus in Flammen aufging, öffnete der Wassermann unterirdische Quellen und rettete sie, kam dabei aber selbst ums Leben.
Kirche der Geburt Jungfrau Maria
Kirche der Geburt Jungfrau Maria
Haus des Henkers
Erinnerung an das nördl. römische Lager
Stadtturm
Paristenkirche
Wassermann
Nach zwei Nächten am ruhigen Parkplatz an der Váh zog es uns weiter zu den Súl‘over Felsen. Die schöne kleine Gebirgslandschaft mit ihren grünen sanften Hügeln lädt zum Wandern und verweilen ein, was wir auch gerne taten und genossen.
CP Stefanik
Die Natur des Malá Fatra Gebirges sollte unser nächstes Ziel sein. Eine Landschaft die sich ebenfalls mit sanften Hügeln präsentiert. Vom Campingplatz aus spazierten wir oberhalb der im Tal laufenden Straße nach Terchová. Dort sahen wir dann zunächst die imposante Statue des Räuberhauptmanns Juraj Jánošík, dem Robin Hood der Slowakei. Als Kind lernte er das harte Los der Fronarbeit kennen und nachdem sein Vater von Steuereintreibern totgeprügelt wurde schwor er Rache. Er kämpfte gegen die Knechtung der armen Bergbevölkerung. Mit List und Schläue erleichterte er mit seiner Diebesbande reiche Kaufleute, Händler und Adelige um ihr Hab und Gut, um die Beute unter der Not leidenden Bevölkerung zu verteilen. Dabei wendete er nie Gewalt an und seine Heldentaten wurden zu Legenden. Durch einen Verrat wurde er gefangen genommen und 1713 mit nur 25 Jahren öffentlich hingerichtet. Nach seinem Tod wurde er zur Symbolfigur für soziale Gerechtigkeit und versinnbildlichte, als Volksheld und Freiheitsrebell, den langen Kampf der Slowaken um nationale Eigenständigkeit.
Robin Hood der Slowakei
In der Kirche des Ortes gibt es eine Krippe, die aus Lindenholz gefertigt wurde, zu sehen.
Tag darauf marschierten wir erneut nach Terchová über Wiesen die teilweise auch als Schafweide genutzt werden. Die Schafe hatten Respekt vor Tara aber folgten uns auch neugierig ein Stück. Unser Ziel war heute der Aussichtsturm Terchovské sdrce. Danach ging es wieder zurück zum CP.
Tara beim Wassertreten
unser Tagesziel, der Aussichtsturm
neugierig folgen sie uns
der Aussichtsturm aus der Nähe
Ausblick von oben
Ausblick von oben
schöner Blick in das Malá Fata Gebirge
boah, war das anstrengend
Von Belá aus entscheiden wir uns für den Weg über die Malá Fatra, mit Steigungen/Gefälle von etwa 17%. Eine kleine Straße windet sich durch die waldreiche Bergregion. Am Ende stoßen wir auf der anderen Gebirgsseite auf die Orava. Entlang dieses Flusses fahren wir aus dem Tal hinaus bis wir wieder auf die Váh stoßen. Ihr folgen wir bis zu einem Erlebnisbauernhof mit einer kleinen Schlepperausstellung, an dem wir eigentlich übernachten wollten. Da aber heute Sonntag ist und herrlichstes Ausflugwetter gegeben war, quillte der Hof mit Besuchern entsprechend über.
über das Malá Fatra Gebirgeentlang der Oravawieder an der Váh
Erlebnisbauernhof
Hinweis zur Schlepperauststellung
Nach einem kurzen Rundgang fuhren wir weiter zur Artikularkirche „Svätý Kríž“. Die evangelische Kirche wurde 1693 erbaut und zählt heute zu den größten Holzkirchen Mitteleuropas. Sie entstand in einer Zeit der religiösen Unterdrückung von Protestanten und war an bestimmte Auflagen geknüpft. Evangelische Gemeinden durften außerhalb von Stadtmauern, auf einem festgelegten Standort, Kirchen errichten. Die Voraussetzungen waren daß die Kirchen weder Turm noch Glocken und kein gemauertes Fundament haben durften. Sie mussten ohne Steine, Ziegel und Metallnägel gebaut werden. Das heutige Aussehen des Gotteshauses ist einem Zimmermann, der weder Schreiben noch Lesen konnte, zu verdanken. 1774 baute er, ohne Entwürfe und Pläne, die Kirche so um dass der Innenraum 6.000 Besucher fassen kann. Die Kirche stand ursprünglich in der, etwa 15km entfernten, Gemeinde Paluzda. Nachdem der Ort jedoch dem Bau des Stausees Liptovká Mara zum Opfer viel, wurde die Kirche zwischen 1974 und 1982 Stück für Stück, samt kostbarer Innenausstattung, demontiert und bei Svätý Kríž wieder aufgebaut.
In Stockerau haben wir eine ruhige Nacht verbracht und starten am Vormittag mit dem Ziel Bratislava. Diesmal wählten wir die Autobahn um zügig den Stellplatz am südlichen Donauufer zu erreichen. Leider mussten wir feststellen dass es diesen Platz nicht mehr gibt und unsere Recherche zeigte uns auch keinerlei Möglichkeit irgendwo zu parken oder gar zu übernachten. So blieb uns nur übrig den Campingplatz Zlaté piesky anzusteuern. Der Platz ist nicht sehr ruhig aber er liegt an einem See und in die Innenstadt kann man bequem mit der Trambahn fahren.
Den Stadtbesuch verlegten wir auf den folgenden Tag da das Wetter nicht besonders schön werden sollte. In der Nacht regnete es und die Temperaturen sanken auf kühle 12°. In gut 20min waren wir in der historischen Innenstadt und schlenderten durch die Gassen. Die Gebäude sind überwiegend restauriert und die alte Bausubstanz zeigt sich in vielen Gebäuden. Durch das Michaelertor gelangen wir in die Stadt. Wir schlendern über den Franziskaner Platz zum Hauptplatz weiter zum Magistrat der Slowakei. Den Innenhof ziert ein Brunnen mit der Skulptur des Hl. Georg.
Michaelertor
Franziskanerplatz
Altes Rathaus
Hauptplatz mit Maximilianbrunnen
Erzbischofspalast
Brunnen St.Georg mit Drachen
Denkmal an die jüdische Geschichte
UFO-Brücke
Martinsdom
Ganymedbrunnen mit Theater
Die Burg konnten wir leider nicht besichtigen da der Zutritt mit Hund nicht erlaubt ist. So gingen wir durch den Burggarten wieder hinunter in die Altstadt und genossen den Blick über die Stadt, die Ufo-Brücke und den Martinsdom.
noch ein kurzer Blick auf Burg und UFO-Brücke
Wir steuern die Burgruine Devin an die malerisch auf einem Felssporn am Zusammenfluss von Donau und March liegt. Wer hier an diesem strategisch günstigen Ort herrschte, hatte das Sagen im gesamten Karpatenbecken. Bereits zur Römerzeit war die Burg Teil des Limes Verteidigungssystem. Zuletzt zerstörten die Truppen Napoleons die Burg.
Da wir mit Hund nicht auf das Gelände durften schlenderten wir an Donau und March entlang. Vorbei am Mahnmal des Eisernen Vorhangs und einem aus Stacheldraht geformten Herz zur Erinnerung an den ersten freien Grenzübertritt am 10.12.1989 nach Hainburg in Österreich.
Denkmal an den eisernen Vorhang
Zusammenfluss von Donau und March
Denkmal an den Grenzübertritt 1989
Blick auf die March
Nach etwa einer halben Stunde Fahrt erreichen wir das Kloster Mariánka. Die Geschichte der landesweit meistbesuchten Wallfahrtskirche ist eng verbunden mit einer hölzernen Marienfigur, welche – der Sage nach – von einem Eremit aus Birnenholz geschnitzt wurde. Angeblich fand ein Räuber der seine kranken Zwillinge, nachdem ihm im Traum die Mutter Gottes erschien, in der Quelle baden sollte, diese Figur wieder. Er stellte die Figur in eine Kapelle und weihte sich dem Dienst an Gott.
Weiter ging es für uns an einen kleinen Stausee bei Kuchyňa. Nach dem Dauerrauschen in Bratislava herrscht hier angenehme Ruhe.
Nach einer herrlich ruhigen Nacht an dem See machten wir uns auf nach Štaštin-Stráže. Der Weg in das Land hinter den Berge, wie es so schön genannt wird, führt uns zunächst durch die Záhorie. Hier sind Flugsanddünen zu sehen die einen Hauch von Sahara vermitteln. Das Gelände ist militärisches Sperrgebiet und nicht immer für den zivilen Verkehr geöffnet. Wir konnten die Záhorie durchqueren aber leider nicht hinein spazieren. Panzer buddelten sich hörbar einen Weg und Posten sicherten das Gelände weiträumig ab.
So ging es direkt weiter zur Wallfahrtskirche „Basilika der Sieben Schmerzen der Jungfau Maria“ in Štaštin-Stráže. Der Legende nach erbat die gottesfürchtige Gräfin Angelika von der Jungfau Maria die Liebe und Achtung ihres Ehemannes zurück. Die Bitte wurde erhört und aus Dankbarkeit über das Happy End ließ die Gräfin eine Marienstatue in einer Kapelle aufstellen.
Weiter ging es zum Schloss Holič. Die im 16.Jhdt, auf den Grundmauern einer mittelalterlichen Wasserburg, errichtete Festungsanlage diente einst zur Verteidigung im Kampf gegen die Osmanen. Der Habsburger Franz I. von Lothringen ließ die Festung in ein luxuriöses barock-klassizistisches Schloss umbauen, welches als Sommerresidenz diente. Vom einstigen Glanz ist heute leider nur noch wenig zu erahnen.
Als Übernachtungsplatz haben wir uns den Hafen von Skalica ausgesucht, direkt an der tschechischen Grenze. Skalica befindet sich am südlichen Ende des Bat‘a-Kanals, einer Wasserstraße, die in den 1930er Jahren zur Bewässerung und zum Transport von Braunkohle angelegt wurde. Auf dem Weg, der etwa 3km außerhalb des Ortes liegt, konnten wir einige Rehe beobachten die in diesen dünn besiedelten Gebieten sicherlich ein kleines Paradies vorfinden.
Willkommen in der Südstadt
In der Nacht regnete es immer mal wieder und legte auch erst gegen Mittag eine längere Pause ein. Wir nutzten die Pause und marschierten in die Stadt, kamen aber nicht trocken dort an. Wir schlenderten durch die Stadt über den Marktplatz mit Pfarrkirche und Kulturhaus. Auch einen Abstecher zur mittelalterlichen Rotonde mit Resten der Stadtmauer hatten wir auf dem Plan. Auf dem Rückweg kauften wir noch einen Original Baumkuchen, den Skalický tradelnik, der zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO zählt.
Skalický tradelnik
Nach zwei Nächten am Freizeithafen ging es für uns weiter. Auf dem Weg hielten wir kurz am Milleniumskreuz, das 2000 zu Ehren der Geburt Jesu Christi errichtet wurde, an. Dann steuerten wir unser geplantes Tagesziel an, einen Parkplatz unterhalb eines kleinen Stausees. Irgendwie holte uns der Platz aber nicht ab, vielleicht lag es am Regen und dem unbefestigten Untergrund…irgendwie passte es einfach für uns nicht. So fuhren wir weiter auf den sehr großen Besucherparkplatz der Burg Červený kameň um eine Nacht dort zu verbringen.
Es regnete bis in die frühen Morgenstunden, nicht besonders stark aber stetig. Die Nacht auf dem Parkplatz war sehr ruhig und dunkel, waren wir doch die einzigen Gäste auf diesem Parkplatz. Am Morgen streiften wir dann durch das Burggelände und den Innenhof der Burg. Die Bibersburg, wie sie auch genannt wird, ist schon eine imposante Anlage. Angeblich auch ein Besuchermagnet wovon wir allerdings nicht viel bemerkten. Die Burg war u.a. einmal im Besitz der Augsburger Fuggerfamilie die die Kellerräume der Burg zu mächtigen Lagerräumen umbauen ließ.
Blick von der Burg ins LandBrunnen mit Hirsch
Von der Burg aus starteten wir in die nicht weit entfernte Stadt Trnava. Beim Stadtrundgang bemerkten wir viele Kirchen und auch zwei Synagogen, Cafés und Kneipen. Die Stadt ist sauber herausgeputzt und es lässt sich sicher schön flanieren. Heute war allerdings das Wetter nicht so besonders und die vielen Stühle im Freien daher ungenutzt.
Dreifaltigkeits-SäuleBlick auf NikolausdomSt.-Nikolaus-Platzunteres StadttorBernolák-TorSt.Jakob Kirche
Irgendwie startet jede Tour mit dem Auszug aus Ägypten. Dabei ist es nahezu egal ob man 4 Wochen oder 4 Monate unterwegs ist aber das Einräumen unseres Fahrzeugs ist fast jedesmal gleich aufwändig. Gegen Mittag waren wir dann endlich fertig und starteten Richtung Landshut unserem ersten Ziel entgegen. Zwischen Landshut und Dingolfing übernachteten wir auf dem Kirchthanner-Biohof. Ein Schweinebauer der auf Anfrage einen Stellplatz zur Verfügung stellt und bei dem im Hofladen auch eingekauft werden kann. Wir gönnten uns ein Eis aus dem Laden und genossen die Ruhe des abgelegenen Biohofes. Am frühen Abend zog dann ein kleines Gewitter auf aber es regnete nicht stark und auch nicht lange.
erst mal etwas schlafenSpaziergang mit der Meute
Nach einer kleinen Runde um den Hof ging es für uns am nächsten Tag weiter Richtung Tagesziel Haslach an der Mühl in Oberösterreich. Zunächst stand aber das Füllen unserer Tanks auf dem Zettel. Als erstes tankten wir AdBlue, dann Gas und zu guter Letzt noch, vor der österreichischen Grenze, auch noch Diesel. Gewohnt sind wir eigentlich daß der Diesel in Österreich deutlich billiger ist aber das hat sich geändert. In Haslach steuerten wir einen einfachen Parkplatz an und erkundeten dann noch zu Fuß den Ort. Viel zu sehen gibt es nicht allerdings gibt es eine Ölmühle und eine Weberei die Schafwollprodukte vertreibt. Interessant anzusehen war auch die hinter Glas stehende historische Kastenmangel aus dem Jahre 1826, als ein kostbares Belegstück der Mühlviertler Textilgeschichte.
Kastenmangel: Der Leinenstoff wurde um die Walzen gewickelt und unter den großen, mit Steinen befüllten Holzkasten geführt. Dieser wurde mit Pferden oder Ochsen hin und her bewegt, welche um den Göpel im Kreis liefen. Eine Zahnradübersetzung mit einer Welle übertrug die Kraft der Tiere auf den Kasten und transportierte ihn von links nach rechts. Mittels eines „Umschalters“ konnte die Richtung geändert werden, ohne daß die Tiere wenden mussten. Das Gewicht von über 10.000kg glättete den Stoff und machten ihn dichter und länger. Außerdem erhielten die Gewebe den für altes Leinen typischen Glanz.
Auf dem Weg nach Krems, unserem Tagesziel, hielten wir an und statteten der Stadt Freistadt einen kurzen Besuch ab. Durch das Böhmertor gelangen wir in die Stadt und zum Stadtplatz mit Pfarrkirche zur hl. Katharina. Zunächst stärkten wir uns allerdings erst mal mit einem Kaffee und einem Croissant im Café Lubinger. Anschließend schlenderten wir über das Schloss dem Marktplatz über die Sand- und Salzgasse zurück zur Kirche am Marktplatz. Über den Weyermühlturm und den Burggraben wieder zurück zum Fahrzeug. Ein nettes Städtchen ohne große Hektik und ohne weltbewegende Highlights aber eben ganz nett zum durchschlendern.
Böhmertor
Marktplatz mit Pfarrkirche
es gibt sie noch!
Schloss
Weiter geht es zum Weingut Rosenberger in Rohrendorf bei Krems. Hier haben wir im September schon einmal und wollten auch diesmal dort übernachten. Natürlich haben wir erst einmal unsere Weinvorräte aufgefüllt wie es sich für eine Übernachtung bei einem Weingut gehört. Entspannte Fußmärsche durch einen Auwald und über Felder bescherten uns bei bestem Wetter ein schönes Wochenende.
lecker essen mit musikalischer Unterhaltung„Tut gut“-Wanderwegim Hintergrund Stift GöttweigSchloss Grafenegg
Am Sonntag ging es dann nach Stockerau. Den Ort haben wir primär wegen der vorhandenen Ver- und Entsorgungsstation angefahren. Bevor wir in die Slowakei einreisen, wollen wir einfach nochmal alle Tanks füllen bzw. leeren. Unser kleiner Nachmittagsspaziergang führt uns zunächst am knapp 53.000m² großen Firmengelände der Maschinenfabrik Heid vorbei, die ein Patent auf die schleifringlose Kupplung hat(te). In den 1970er Jahren arbeiteten hier bis zu 1.100 Menschen, heute stehen die Hallen leer. Entlang am Senningbach ging es in einer Schleife über das Eisstadion und Schwimmbad wieder zurück zum Stellplatz.
Gesamtroute: 21.10.2025 – 03.04.2026, 6.500km, 165 Tage davon in Spanien: 30.10.2025 – 26.03.2026, 4.040km, 148Tage ===> Am Ende des Beitrags befindet sich eine Übersichtskarte unserer Route in Spanien und ein Video mit allen Etappen und in Spanien angefahrenen Stell- und Campingplätze
Wir starteten Ende Oktober und die Fahrt durch Frankreich ist auch in diesem Jahr direkt Richtung Spanien. Wir steuerten bekannte und unbekannte Plätze an.
Wir planen ja eigentlich nie richtig, haben aber eine grobe Vorstellung wo wir etwa fahren möchten. So auch in diesem Jahr und das erklärte Ziel war Nazaré sowie Bekannte bei Peniche besuchen. Daher hatten wir grob im Kopf über die Provinzen Katalonien, Aragonien, Rijoa und Kastilien in den Westteil Spanien‘s zu fahren. Je nach Wetter sollte es dann direkt nach Portugal gehen oder alternativ über die Extremadura und ggf. Andalusien erst Richtung Süden und dann nach Portugal. Der Rückweg hätte sich dann irgendwie ergeben und war noch nicht angedacht. Lediglich eine Station in Sevilla und Jerez, auf dem Hin- oder Rückweg, sollte dabei sein. Das war unser Plan und wer sich das Video unserer Fahrtstrecke ansieht oder das Übersichtsbild wird schnell erkennen daß fast gar nichts davon unserem Plan entspricht.
Wir hatten den Gedanken zunächst am Ebro entlang zu fahren und haben dann in Sigüenza unseren ursprünglichen Plan erst mal ad acta gelegt. Morgengassi bei gefühlten -1°C, mit bewölktem Himmel und starkem Wind, entsprach nicht so ganz unseren Vorstellungen und so traten wir den Weg Richtung Ostküste an. Das Problem dieser Überwinterung waren weniger die grundsätzlichen Temperaturen als viel mehr der zum Teil starke und kalte Wind. Wind hat es im Winter immer aber dieses Jahr war er oftmals besonders kräftig und kalt.
Alles in allem können wir uns über das Wetter aber nicht beschweren. Wir haben uns einfach Ecken rausgesucht in denen es wenig oder gar nicht regnete und die Temperaturen annehmbar waren. Insgesamt hatten wir nur etwa 5-10 Regentage und wenig starken Sturm. Was aber daran lag daß wir unsere Route dem Wetter angepasst hatten – ein Vorteil beim Fahren mit dem Wohnmobil. Die mildesten Temperaturen in Spanien gibt es nun mal an der Süd-/Ostküste und deshalb waren wir in diesem Jahr viel in Küstennähe.
Bereits nach dem Jahreswechsel, zu dem wir uns mit Freunden in El Saler verabredet hatten, fuhren wir erneut nur kleine Steps. Das Wetter in Andalusien und Portugal war einfach weiterhin schlecht und stürmisch. Wir suchten uns deshalb Orte die etwas hinter der Küste lagen raus und hatten die Hoffnung daß wir bald weiter Richtung Westen durchstarten könnten. Aber es kam anders und das extreme Wetter in Andalusien und Portugal hielt zunächst weiter an.
Der Westen Spanien‘s und Portugal hatte in diesem Winter mit viel und starkem Regen sowie sehr starken Stürmen zu kämpfen. Das führte dazu daß wir Ende Februar, als das Wetter begann sich zu entspannen, entschieden haben nicht weiter nach Andalusien rein zu fahren oder nach Portugal. Unsere Bekannten, die in der Nähe von Peniche leben, haben uns klar davon abgeraten da die Stürme nördlich von Lissabon ganze Arbeit geleistet hatten. Viele umgeknickte Bäume, Erdrutsche, abgesackte Straßen usw. würden das Reisen unnötig erschweren. Grundsätzlich sind die Menschen, die vom Tourismus leben, natürlich sehr daran interessiert daß man gerade jetzt kommt aber wir haben uns dagegen entschieden. Wir wollten weder Rettungs- und Hilfskräften auf der Fahrt im Weg stehen noch auf Plätze fahren, auf denen wir Gefahr laufen, einzusacken. Mit dem gesetzten Zeitfenster, bis etwa Anfang/Mitte April wieder in die Heimat zurückzukehren, wurde dann auch die Zeit langsam relativ „knapp“, für einen entspannten Tripp bis nach Nazaré.
So drehten wir am Ostrand Andalusiens endgültig um und traten die Heimreise an. Wir fuhren teilweise Plätze an die wir gar nicht auf dem Schirm hatten und verweilten dort eine ganze Woche oder sogar noch etwas länger, was uns schon fast zu Dauercampern machte. In der Summe ist auch das eine Erfahrung die für uns etwas Neues und auch mal ganz schön war. Wir haben dadurch auch einiges von der Küste gesehen und uns somit auch einen Eindruck der Campingsituation dort gewonnen.
Am 26.03.26 ging es dann endgültig zurück und leider auch mal wieder schneller als geplant. Auch hier hatten wir überlegt an der französischen Mittelmeerküste noch etwas zu verweilen aber es herrschte dort über eine ganze Woche starker Wind und so führte der Weg schnell Richtung Norden.
Durch das schnellere Durchqueren von Frankreich waren wir dann kurz vor Ostern schon am Bodensee und wollten uns nicht unbedingt mit allen Osterurlaubern um die Plätze streiten. Daher entschieden wir uns dafür bereits am Karfreitag wieder zuhause zu sein.
Somit lautet das Fazit: Nicht an einem Plan (Route) festhalten wenn dieser sich als nicht sinnvoll erweist, sondern einfach immer flexibel bleiben. Dafür fahren wir mit dem Wohnmobil und suchen uns die Ecken raus die für uns jeweils passend erscheinen!
Zunächst unsere reine Spanienroute im Überblick und anschließend die Etappen die den Blogeinträgen entsprechen in einem Gesamtvideo:
Route in Spanien vom 30.10.2025 – 26.03.2026, 4.040km
Route im Video mit Teilabschnitten incl. angefahrene Stellplätze. Die einzelnen Abschnitte entsprechen den Blog-Einträgen. In der Beschreibung des Youtube-Videos sind die einzelnen Orte aus den Blogs angegeben, so daß auch jeweils an den Anfang des jeweiligen Videos gesprungen werden kann.
Von Benicarló aus sind wir zur alten Bahnstation von El Pinell de Brai gefahren. Auf dem Weg zu unserem Tagesziel sind wir an dem künstlich erstellten Stausee „El Azud“ vorbeigekommen. Der 375m lange See mit einer diagonal verlaufenden Leiste, deren Aufgabe es ist, das Wasser in die Bewässerungskanäle abzuleiten, geht bis auf das 14.Jhdt zurück.
Die Bahnstation von El Pinell de Brai und die dazugehörenden Gleise waren von 1942 bis 1973 in Betrieb. Die Gleisanlagen wurden 1995 entfernt und heute ist der Bahndamm eine beliebte Radlstrecke der Via Verde. Die gut 80km lange Strecke die durch das Tal „Val de Zafán“ führt von Valdealgorfa (Teruel) nach Roquetes (Tortosa). Die Kneipe an der Bahnstation wird derzeit zumindest am Wochenende betrieben, im Sommer oder zu Ferienzeiten möglicherweise auch unter der Woche. Wir verbrachten auf dem Parkplatz eine herrlich ruhige Nacht und konnten mit Tara auf der Bahnstrecke beide Richtungen erkunden. Die Umgebung ist sehr ruhig, schön und entspannt. Der einzige Wehrmutstropfen ist die nicht vorhandene Internetverbindung und auch auf dem Fußmarsch, von etwa 1h in jeweils eine der beiden Richtungen, brachte keine Verbindung. Auf allen drei Mobilkarten hatten wir jeweils nur die „SOS“-Information….Fluch oder Segen, je nachdem wie man es sieht.
dieses Stop-Schild im Nirgendwo an der Bahnlinie amüsierte uns etwas
Von der Bahnstation ging es für uns weiter nach Arbeca auf das Weingut „Vinya els Vilars“. Hier waren wir schon öfter und verbrachten dort wieder zwei Nächte. Allerdings war diesmal die Zufahrt etwas tricky denn die, just seit dem Tag unserer Anreise in Betrieb befindliche, Zugangsschranke ließ uns erst mal staunen. Über die TripStop-App bekamen wir den Zutritt und der Platz kostet jetzt fix 10€ für 72h. In der App steht zwar erst mal 10€ je Tag aber von der Kreditkarte werden nur 10€ abgebucht. Bei unserem letzten Besuch haben wir schon gesehen daß weitere Plätze erstellt werden die jetzt fertiggestellt sind und ebenfalls Strom haben. Der Strom (6A) sowie Ver- und Entsorgung sind im Preis inbegriffen. Leider sah sich der Weingutbesitzer zu dieser Maßnahme gezwungen da viele Camper kamen, den Stellplatz nutzten und ohne Einzukaufen oder den Stellplatzpreis zu bezahlen, wieder abgereist sind.
Blauglockenbaumdie Mandeln kommen wiederletzte Nacht schneite es in den Pyrenäendas Leben ist so anstrengend
Nach einer leicht stürmischen Nacht sind wir nach Frankreich und erneut auf den Stellplatz in Sainte-Marie-la-Mer gefahren. Vor dem Grenzübertritt haben wir natürlich nochmal für entspannte 1,699€ je Liter Diesel und 0,899€ je Liter AdBlue getankt. Die in Frankreich aufgerufenen 2,229€ je Liter Diesel, an freien Tankstellen und nicht auf der Autobahn, ließen uns zumindest erst mal ein lächeln in’s Gesicht zaubern. Auf den Feldern sahen wir immer wieder größere Wasserflächen die auf einen starken Regen vor längerer Zeit schließen ließen. Auch sahen wir immer wieder entwurzelte Bäume was auf kräftige Stürme der jüngeren Vergangenheit schließen lässt.
der lag da im Herbst noch nicht
Ursprünglich wollten wir auf dem Stellplatz zwei Nächte bleiben aber Wind um die 50km/h mit Böen bis 80km/h ließen uns nach nur einer Nacht weiterfahren. Die Strecke bis Avignon ist ja bekannt dafür dass es öfter mal stärkeren Wind hat und leider jetzt für einige Tage wieder. Die Autobahnfahrt war entsprechend anstrengend und ungemütlich. Alternativ hätten wir in Spanien etwa 5 Tage warten müssen bevor wir weitestgehend windfrei weiterfahren hätten können aber das hat uns irgendwie nicht so recht in unseren Zeitplan gepasst.
Der Stop beim Weingut Lauribert ist für uns mittlerweile fast ein muss wenn wir über das Rhônetal fahren. Wir fühlen uns hier einfach wohl und standen diesmal, weil relativ viele große Fahrzeuge auf der großen Fläche standen, direkt an der Hecke. Der Nordwind wurde gut von der Hecke abgehalten was uns zu Gute kam.
diesmal standen wir nicht „unten“ sondern „oben“ an der Hecke
Wir entschieden uns am Sonntag weiterzufahren da zumindest der LKW Verkehr dann doch deutlich reduziert ist. Der weiterhin starke Wind machte die Fahrt nicht zum reinen Vergnügen auch wenn der Wind, nördlich von Lyon, etwas nachgelassen hat. Auf dem Stellplatz in Seurre standen wir schon vor zwei Jahren mal und fühlten uns auch diesmal wieder wohl dort.
Nach zwei Nächten geht es jetzt weiter nach Deutschland. Zunächst wollten wir im Ort noch an einer Total-Tankstelle vorbei die aktuell mit 2,09€ in ganz Frankreich den günstigsten Sprit anbietet aber leider war der Dieseltank der Tankstelle leer. Auf der Autobahn wollten wir es dann nochmal bei einer Total-Tankstelle versuchen aber da standen 4 LKW’s vor uns und das hätte uns doch zu lange gedauert. Der Wind hat sich glücklicherweise weitestgehend gelegt aber dafür leuchteten die Kuppen der Vogesen und des Schwarzwaldes in frischem Weiß. Am Rhein war es aber im 9° noch relativ mild. Oft halten wir, wenn wir über Mülhausen den Rhein überqueren, am Bohrerhof für ein oder zwei Nächte an. Der Platz ist nicht mehr so günstig wie vor Jahren aber mit 20€ trotzdem fair, immerhin gibt es Strom und Dusche dazu. Wir gehen gerne in dem Hofladen einkaufen und vor allem die dort erhältlichen Brotwaren sind nach dem spanischen Einerlei doch ein echtes Highlight. Das am Hof befindliche Restaurant genießen wir, trotz der gehobenen Preise, immer wieder. Bislang wurden wir auch noch nie enttäuscht. Diesmal ist der Hof allerdings nicht, wie im Herbst, Saisonal dekoriert. Hier gehts zum Blogeintrag vom Herbst mit Hofdeko
Hiermit enden die Einträge unserer Spanienreise im Winter 2025/26. In einigen Tagen sind wir Zuhause und dann wird es noch einen kurzen Faziteintrag geben.
Diejenigen unter euch die meine Artikel halbwegs intensiv lesen erinnern sich sicher den Namen El Saler schon das ein oder andere Mal gelesen zu haben. Ja, es ist richtig wir sind in diesem Jahr jetzt zum dritten mal hier in El Saler auf dem Stellplatz Eco Area El Saler. Der Grund dafür ist ja zum einen dass wir uns entschieden haben den Rückweg anzutreten und zum anderen fühlen wir uns hier einfach wohl. El Saler ist für uns ein guter Ort um mit dem Hund spazieren zu gehen, gemütlich einen Kaffee im Ort oder am Strand zu geniessen und last but not least stehen wir auf dem Platz gut, entspannt und ruhig. Aber zur ganzen Wahrheit gehört auch dass wir uns bei den Betreibern gut aufgehoben fühlen. Carlos und seine ganze Familie sind immer freundlich, nett und hilfsbereit, für uns einfach tolle Gastgeber!
Tara und ihr Freund Kalli
Am Samstag hat es tagsüber teilweise leicht geregnet und am Sonntag war es bewölkt mit kurzen sonnigen Abschnitten. Das Meer rauschte, allerdings nicht mehr so stark wie am Tag davor.
Am Dienstag haben wir uns für die Hunderunde leider die falsche Zeit ausgesucht und wurden ordentlich nass. Tara zeigte hier dass die eindeutig ein Pinscher ist denn Wasser von oben ist böse.
Ab Mittwoch scheinte die Sonne und es war herrlich warm. Tara nutzte eine Pfütze um ihrem Erdferkelruf gerecht zu werden.
unser Erdferkelnach der unfreiwilligen Dusche musste erst mal entspannt werden
Am Donnerstag ging es dann nach Benicarló zu Tina und Mike. Die beiden hatten im Januar ihren Standort nach Benicarló verlegt und Mike hat uns dort einen Platz organisiert. Gut eine Woche wollen wir hierbleiben und das Wetter stabilisierte sich weiter.
Tango hätte gerne noch MörenMike zeigt Rudi dieersten Boule Finessen
Am Freitag starteten die „kleinen“ Fallas in Benicarló und am Wochenende waren die Festlichkeiten von viel Schießerei begleitet. Das legte sich am Anfang der Woche und am Donnerstag endete das Frühlingsfest mit dem Verbrennen der Figuren begleitet von Feuerwerk. Am Dienstag Mittag wurden in den Schulen die selbst gebastelten Fallas verbrannt. In Valencia sind die Fallas größer und sicherlich beeindruckender, aber für’s erste reichen die kleinen Fallas von Benicarló.
Zusammen mit Heike, Frank, Tina und Mike haben wir entspannte Tage verbracht, gegrillt, gut Essen gegangen und das ein oder andere Match „Mensch ärgere Dich (nicht)“ ausgefochten.
Der Stellplatz selber ist nicht hübsch aber zweckmäßig und vor allem ruhig. Am Wochenende gehen wir am Strand entlang und genießen das Wetter. Unweit unseres Platzes gibt es Café‘s, Kneipen und auch einen kleinen Dia. Wir fanden auch einen Park in dem Tara mit anderen Hunden frei laufen durfte. Natürlich fand sie auch zielstrebig die einzige vorhandene Pfütze!
leckere Churrosich bin beleidigt weil ich nix abbekommeDer Strand vonEl Campellomal schauen ob es hübsche Jungs gibtAm Strand fetzen macht müdeeine Pfütze reicht mir
Der Montag stand dann erst mal unter dem Zeichen Innenreinigung. Wir saugten, bezogen die Betten neu und reinigten alles was es so brauchte. Wäsche waschen stand auch auf dem Programm aber die beiden Maschinen waren hoffnungslos überlastet. Dafür widmeten wir uns der Erstellung von Gemüserationen von Tara. Die gut 3kg Karotten, Zucchini und Pastinaken erstanden wir für 6,88€ in einem nahen Gemüseladen.
In der Nacht hatte es leicht getröpfelt, was wir an unseren Dachfenstern erkennen konnten. Vor allem der Saharastaub war deutlich erkennbar und erforderte eine Reinigung der Solarplatten. In der Hoffnung auf eine freie Waschmaschine ging ich noch vor dem Frühstück, es war etwa 9:45 Uhr, zu den Maschinen und hatte Glück. Das Projekt Wäsche waschen sollte beginnen und mit etwas Glück zum letzten Mal für diese Reise. Da unsere Kaffeemaschine entkalkt werden wollte erhielt sie auch noch eine ausführliche Reinigung. Das Resultat war aber erst mal suboptimal denn sie streikte danach. Irgendwie kam wohl Wasser auf die Platine und so war ein öffnen der Maschine, ein erneutes Reinigen und ein Trocknen diverser elektrischer bzw elektronischer Teile erforderlich. Rudi machte das wie immer perfekt und so konnten wir dann noch gemütlich eine Tasse Kaffee genießen.
arbeiten am offenen Herzen
Tara hatte am Strand ihre reine Freude und unter der Woche konnte sie auch gut am Strand laufen. Am Wochenende war es schon zu voll um sie ohne Leine loslaufen zu lassen.
auf dem Weg laufen ist langweilig
In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag gab‘s erneut leichten Blutregen und tagsüber setzte dann um etwa 10:30 Uhr der Regen ein und hatte uns bis etwa 14:00 Uhr im Griff. Am Freitag lachte die Sonne wieder und nach einem Einkaufs- und Tankstop ging es Richtung El Saler. Sonne und Wolken wechselten sich auf dem Weg ab und je näher wir nach El Saler kamen um so deutlicher waren Pfützen in den Feldern zu erkennen. Es musste vor kurzem kräftig geregnet haben.