Die letzte Etappe nach Bratislava ist von den Etappen in der Slowakei getrennt da eher nicht so interessant.

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11.05. – 17.05.26, 402km – 278km ab Bratislava

In Stockerau haben wir eine ruhige Nacht verbracht und starten am Vormittag mit dem Ziel Bratislava. Diesmal wählten wir die Autobahn um zügig den Stellplatz am südlichen Donauufer zu erreichen. Leider mussten wir feststellen dass es diesen Platz nicht mehr gibt und unsere Recherche zeigte uns auch keinerlei Möglichkeit irgendwo zu parken oder gar zu übernachten. So blieb uns nur übrig den Campingplatz Zlaté piesky anzusteuern. Der Platz ist nicht sehr ruhig aber er liegt an einem See und in die Innenstadt kann man bequem mit der Trambahn fahren.

Den Stadtbesuch verlegten wir auf den folgenden Tag da das Wetter nicht besonders schön werden sollte. In der Nacht regnete es und die Temperaturen sanken auf kühle 12°. In gut 20min waren wir in der historischen Innenstadt und schlenderten durch die Gassen. Die Gebäude sind überwiegend restauriert und die alte Bausubstanz zeigt sich in vielen Gebäuden. Durch das Michaelertor gelangen wir in die Stadt. Wir schlendern über den Franziskaner Platz zum Hauptplatz weiter zum Magistrat der Slowakei. Den Innenhof ziert ein Brunnen mit der Skulptur des Hl. Georg.

Die Burg konnten wir leider nicht besichtigen da der Zutritt mit Hund nicht erlaubt ist. So gingen wir durch den Burggarten wieder hinunter in die Altstadt und genossen den Blick über die Stadt, die Ufo-Brücke und den Martinsdom.

noch ein kurzer Blick auf Burg und UFO-Brücke

Wir steuern die Burgruine Devin an die malerisch auf einem Felssporn am Zusammenfluss von Donau und March liegt. Wer hier an diesem strategisch günstigen Ort herrschte, hatte das Sagen im gesamten Karpatenbecken. Bereits zur Römerzeit war die Burg Teil des Limes Verteidigungssystem. Zuletzt zerstörten die Truppen Napoleons die Burg.

Da wir mit Hund nicht auf das Gelände durften schlenderten wir an Donau und March entlang. Vorbei am Mahnmal des Eisernen Vorhangs und einem aus Stacheldraht geformten Herz zur Erinnerung an den ersten freien Grenzübertritt am 10.12.1989 nach Hainburg in Österreich.

Nach etwa einer halben Stunde Fahrt erreichen wir das Kloster Mariánka. Die Geschichte der landesweit meistbesuchten Wallfahrtskirche ist eng verbunden mit einer hölzernen Marienfigur, welche – der Sage nach – von einem Eremit aus Birnenholz geschnitzt wurde. Angeblich fand ein Räuber der seine kranken Zwillinge, nachdem ihm im Traum die Mutter Gottes erschien, in der Quelle baden sollte, diese Figur wieder. Er stellte die Figur in eine Kapelle und weihte sich dem Dienst an Gott.

Weiter ging es für uns an einen kleinen Stausee bei Kuchyňa. Nach dem Dauerrauschen in Bratislava herrscht hier angenehme Ruhe.

Nach einer herrlich ruhigen Nacht an dem See machten wir uns auf nach Štaštin-Stráže. Der Weg in das Land hinter den Berge, wie es so schön genannt wird, führt uns zunächst durch die Záhorie. Hier sind Flugsanddünen zu sehen die einen Hauch von Sahara vermitteln. Das Gelände ist militärisches Sperrgebiet und nicht immer für den zivilen Verkehr geöffnet. Wir konnten die Záhorie durchqueren aber leider nicht hinein spazieren. Panzer buddelten sich hörbar einen Weg und Posten sicherten das Gelände weiträumig ab.

So ging es direkt weiter zur Wallfahrtskirche „Basilika der Sieben Schmerzen der Jungfau Maria“ in Štaštin-Stráže. Der Legende nach erbat die gottesfürchtige Gräfin Angelika von der Jungfau Maria die Liebe und Achtung ihres Ehemannes zurück. Die Bitte wurde erhört und aus Dankbarkeit über das Happy End ließ die Gräfin eine Marienstatue in einer Kapelle aufstellen.

Weiter ging es zum Schloss Holič. Die im 16.Jhdt, auf den Grundmauern einer mittelalterlichen Wasserburg, errichtete Festungsanlage diente einst zur Verteidigung im Kampf gegen die Osmanen. Der Habsburger Franz I. von Lothringen ließ die Festung in ein luxuriöses barock-klassizistisches Schloss umbauen, welches als Sommerresidenz diente. Vom einstigen Glanz ist heute leider nur noch wenig zu erahnen.

Als Übernachtungsplatz haben wir uns den Hafen von Skalica ausgesucht, direkt an der tschechischen Grenze. Skalica befindet sich am südlichen Ende des Bat‘a-Kanals, einer Wasserstraße, die in den 1930er Jahren zur Bewässerung und zum Transport von Braunkohle angelegt wurde. Auf dem Weg, der etwa 3km außerhalb des Ortes liegt, konnten wir einige Rehe beobachten die in diesen dünn besiedelten Gebieten sicherlich ein kleines Paradies vorfinden.

In der Nacht regnete es immer mal wieder und legte auch erst gegen Mittag eine längere Pause ein. Wir nutzten die Pause und marschierten in die Stadt, kamen aber nicht trocken dort an. Wir schlenderten durch die Stadt über den Marktplatz mit Pfarrkirche und Kulturhaus. Auch einen Abstecher zur mittelalterlichen Rotonde mit Resten der Stadtmauer hatten wir auf dem Plan. Auf dem Rückweg kauften wir noch einen Original Baumkuchen, den Skalický tradelnik, der zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO zählt.

Nach zwei Nächten am Freizeithafen ging es für uns weiter. Auf dem Weg hielten wir kurz am Milleniumskreuz, das 2000 zu Ehren der Geburt Jesu Christi errichtet wurde, an. Dann steuerten wir unser geplantes Tagesziel an, einen Parkplatz unterhalb eines kleinen Stausees. Irgendwie holte uns der Platz aber nicht ab, vielleicht lag es am Regen und dem unbefestigten Untergrund…irgendwie passte es einfach für uns nicht. So fuhren wir weiter auf den sehr großen Besucherparkplatz der Burg Červený kameň um eine Nacht dort zu verbringen.

Es regnete bis in die frühen Morgenstunden, nicht besonders stark aber stetig. Die Nacht auf dem Parkplatz war sehr ruhig und dunkel, waren wir doch die einzigen Gäste auf diesem Parkplatz. Am Morgen streiften wir dann durch das Burggelände und den Innenhof der Burg. Die Bibersburg, wie sie auch genannt wird, ist schon eine imposante Anlage. Angeblich auch ein Besuchermagnet wovon wir allerdings nicht viel bemerkten. Die Burg war u.a. einmal im Besitz der Augsburger Fuggerfamilie die die Kellerräume der Burg zu mächtigen Lagerräumen umbauen ließ.

Von der Burg aus starteten wir in die nicht weit entfernte Stadt Trnava. Beim Stadtrundgang bemerkten wir viele Kirchen und auch zwei Synagogen, Cafés und Kneipen. Die Stadt ist sauber herausgeputzt und es lässt sich sicher schön flanieren. Heute war allerdings das Wetter nicht so besonders und die vielen Stühle im Freien daher ungenutzt.


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