06.05.26 – 10.05.26, 504km
Irgendwie startet jede Tour mit dem Auszug aus Ägypten. Dabei ist es nahezu egal ob man 4 Wochen oder 4 Monate unterwegs ist aber das Einräumen unseres Fahrzeugs ist fast jedesmal gleich aufwändig. Gegen Mittag waren wir dann endlich fertig und starteten Richtung Landshut unserem ersten Ziel entgegen. Zwischen Landshut und Dingolfing übernachteten wir auf dem Kirchthanner-Biohof. Ein Schweinebauer der auf Anfrage einen Stellplatz zur Verfügung stellt und bei dem im Hofladen auch eingekauft werden kann. Wir gönnten uns ein Eis aus dem Laden und genossen die Ruhe des abgelegenen Biohofes. Am frühen Abend zog dann ein kleines Gewitter auf aber es regnete nicht stark und auch nicht lange.






Nach einer kleinen Runde um den Hof ging es für uns am nächsten Tag weiter Richtung Tagesziel Haslach an der Mühl in Oberösterreich. Zunächst stand aber das Füllen unserer Tanks auf dem Zettel. Als erstes tankten wir AdBlue, dann Gas und zu guter Letzt noch, vor der österreichischen Grenze, auch noch Diesel. Gewohnt sind wir eigentlich daß der Diesel in Österreich deutlich billiger ist aber das hat sich geändert. In Haslach steuerten wir einen einfachen Parkplatz an und erkundeten dann noch zu Fuß den Ort. Viel zu sehen gibt es nicht allerdings gibt es eine Ölmühle und eine Weberei die Schafwollprodukte vertreibt. Interessant anzusehen war auch die hinter Glas stehende historische Kastenmangel aus dem Jahre 1826, als ein kostbares Belegstück der Mühlviertler Textilgeschichte.



Kastenmangel: Der Leinenstoff wurde um die Walzen gewickelt und unter den großen, mit Steinen befüllten Holzkasten geführt. Dieser wurde mit Pferden oder Ochsen hin und her bewegt, welche um den Göpel im Kreis liefen. Eine Zahnradübersetzung mit einer Welle übertrug die Kraft der Tiere auf den Kasten und transportierte ihn von links nach rechts. Mittels eines „Umschalters“ konnte die Richtung geändert werden, ohne daß die Tiere wenden mussten. Das Gewicht von über 10.000kg glättete den Stoff und machten ihn dichter und länger. Außerdem erhielten die Gewebe den für altes Leinen typischen Glanz.


Auf dem Weg nach Krems, unserem Tagesziel, hielten wir an und statteten der Stadt Freistadt einen kurzen Besuch ab. Durch das Böhmertor gelangen wir in die Stadt und zum Stadtplatz mit Pfarrkirche zur hl. Katharina. Zunächst stärkten wir uns allerdings erst mal mit einem Kaffee und einem Croissant im Café Lubinger. Anschließend schlenderten wir über das Schloss dem Marktplatz über die Sand- und Salzgasse zurück zur Kirche am Marktplatz. Über den Weyermühlturm und den Burggraben wieder zurück zum Fahrzeug. Ein nettes Städtchen ohne große Hektik und ohne weltbewegende Highlights aber eben ganz nett zum durchschlendern.
Weiter geht es zum Weingut Rosenberger in Rohrendorf bei Krems. Hier haben wir im September schon einmal und wollten auch diesmal dort übernachten. Natürlich haben wir erst einmal unsere Weinvorräte aufgefüllt wie es sich für eine Übernachtung bei einem Weingut gehört. Entspannte Fußmärsche durch einen Auwald und über Felder bescherten uns bei bestem Wetter ein schönes Wochenende.






Am Sonntag ging es dann nach Stockerau. Den Ort haben wir primär wegen der vorhandenen Ver- und Entsorgungsstation angefahren. Bevor wir in die Slowakei einreisen, wollen wir einfach nochmal alle Tanks füllen bzw. leeren. Unser kleiner Nachmittagsspaziergang führt uns zunächst am knapp 53.000m² großen Firmengelände der Maschinenfabrik Heid vorbei, die ein Patent auf die schleifringlose Kupplung hat(te). In den 1970er Jahren arbeiteten hier bis zu 1.100 Menschen, heute stehen die Hallen leer. Entlang am Senningbach ging es in einer Schleife über das Eisstadion und Schwimmbad wieder zurück zum Stellplatz.

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