Einen Traum leben

Immer wieder unterwegs und entdecken

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El Saler – 23.12.24-13.01.25

oder auch „und erstens kommt es anders und zweitens als man denkt“

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Vom 23.12.24 – 06.01.25 wollten wir auf dem SP „Eco El Saler“ bleiben. Auf dem Platz standen wir im Januar 2024 schon mal für einige Tage aber zum damaligen Zeitpunkt wurde der Platz erst hergerichtet. Unser Ziel war es die spanischen Weihnachtsferien an uns vorüberziehen zu lassen und danach wieder aufzubrechen.

Das Wetter war überwiegend freundlich und nur zwei schlechtere Tage mit Regen hatten wir zu beklagen. Leider wehte auch wieder, wie öfters im Winter, ein kühler Nordwind der die Temperaturen deutlich kühler erschienen lies. Unser Thermometer, das im Schatten hängt, zeigte Temperaturen von 15°-20° an. Wir unternahmen ausgiebige Spaziergänge im Naturpark Albufera und auch bis zum Stadtrand von Valencia.

An vielen Ecken sah man noch die Spuren die die DANA Ende Oktober hinterließ. Überall wurde aufgeräumt, so auch am Strand an dem sich viel Holz und sonstiges Schwemmgut angesammelt hat. Aus dem angeschwemmten Holz wurde alles was nicht Holz ist in separaten Haufen zusammengetragen und dann das Holz separat aufgeladen und weggefahren.

Am 30.12.24. lies Carlos, der SP-Betreiber, für seine Gäste eine leckere traditionelle valencianische Paella mit Huhn und Kaninchen zubereiten.

Am 31.12.24 lachte der Himmel leider nicht sondern hatte Regen für uns parat.

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Ab dem 02.01.25 bis zu unserer Abfahrt am 13.01.25 prägte vor allem die Sorge um Tara unsere Tage. Am 01.01. stellten wir bei ihr eine deutliche Beule am Hals, unterhalb des Unterkiefers, fest die uns am 02.01. in die unweit entfernte Tierklinik fahren lies. Dort wurde die Beule als Abszess in Folge einer bakteriellen Entzündung diagnostiziert und punktiert. Die Probe wurde in ein Labor zur weiteren Untersuchung geschickt. Bewaffnet mit Antibiotika und einem Schmerzmittel sind wir von dort weg gefahren.

Im Laufe des 03.01. zeigte sich eine deutliche Schwellung ihrer Schnauze so dass wir am 04.01. wieder in der Klinik vorstellig wurden. Linksseitig war die Lymph- und Speicheldrüse entzündet und es wurde entschieden Tara das Antibiotika intravenös zu verabreichen und sie stationär aufzunehmen.

Am 05.01. vormittags kam dann der Anruf dass es Tara besser geht und am 06.01. wurden wir am Nachmittag informiert dass wir sie wieder abholen können. In der Klinik wurde uns dann erklärt dass sich das Abszess, in Folge der Antibiotikagabe, aufgelöst hat was normal ist. Mit deutlich stärkerem Antibiotika und etwas Schmerzmittel wurden wir nach Hause geschickt. Erst als wir die Klinik verlassen hatten haben wir festgestellt dass in Ihrem Fell am Hals ein großes Loch ist, vermutlich von einer Drainage. Leider hat uns das niemand erklärt und auch kein Medikament (Spray oder Salbe) zur Wundbehandlung mitgegeben. Dass das Sekret rauslaufen kann ist grundsätzlich erst mal positiv zu sehen aber so ganz ohne Erläuterung und Medizin war es schon etwas komisch.

Bevor wir uns am 13.01.25 von Valencia verabschieden werden wir nochmals in die Tierklinik fahren und die Wunde prüfen lassen.

Onda, Montanjeos, Montán, El Saler

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20.12 – 23.12.24, 204km

Nach einer herrlich ruhigen Nacht starteten wir nach Onda.

Eine landschaftlich schöne Strecke erwartete uns auf dem Weg nach Onda. Den Ort hatten wir im Frühjahr 2023 schon mal besucht. Damals als Abstecher mit dem Mietwagen sind wir diesmal mit dem WoMo auf den SP gefahren und haben dort übernachtet. Der Ort hat schon was und ist natürlich auch weihnachtlich geschmückt.

Die Kirche „Himmelfahrt Mariens“ gehört zu den bedeutenden Bauwerken in Onda. Die heutige Gestalt, mit einer neo-barocken Fassade entstand 1772 auf den Fundamenten eines älteren Tempels. Die ursprüngliche Kirche, erbaut im 14. Jahrhundert wurde durch ein verheerendes Feuer am 18. Dezember 1476 fast vollständig zerstört. Lediglich der Glockenturm steht auch heute noch.

Im Inneren sind die Freskos der Kuppel von Charles Maroti und die das meisterliche Skulpturenensemble des Altars von Folia de Sant Jordi. Letzterer kam fasziniert von der der Keramik nach Onda und verstarb hier vor Vollendung seiner Arbeit.

Am nächsten Tag ging es weiter zu den warmen Quellen von Montanjeos. Auf dem Weg dorthin ließen sich die starken Regenfälle und das angeschwollene Bachbett im vergangenen Oktober erahnen. Viel Treibgut liegt noch neben, dem jetzt friedlich vor sich hinplätschernden, Bach.

Die Quellen von Montanjeos waren durchaus gewärmt aber für uns um diese Jahreszeit keine Option zum Schwimmen. Nach einem Spaziergang rund um die Quelle und den Ort haben wir uns entschieden weiter nach Montán zu fahren.

Nach einem Spaziergang durch den Ort haben wir in der Bar, unweit des SP, noch ein Bierchen in der warmen Sonne genossen.

Die Nacht war sternenklar und die morgendlichen Temperaturen durchaus frisch. Wir unternahmen am späten Vormittag einen erweiterten Spaziergang durch die Landschaft um Montán. Es bot sich der ein oder andere schöne Blick und die Temperaturen stiegen wieder auf angenehme 17° Grad. Die Sonne tat ihr übriges so dass wir am Nachmittag wieder kurzärmlig in der Sonne sitzen konnten.

Nach einer weiteren ruhigen Nacht machten wir uns auf nach El Saler. Der Weg führte erneut durch eine landschaftlich schöne Gegend und führte uns über eine Höhe von 900m. Die Temperaturen lagen bei etwa 8° und mit jedem Meter den wir nach „unten“ und dann Richtung Meer fuhren wurde es wärmer. Den ganzen Weg begleitete uns heute wieder ein etwas kräftiger Wind und auch in El Saler wehte er mit etwa 25km und machte die angenehmen 18° gefühlt etwas kühler.

Hier bleiben wir jetzt bis zum 6.01.2025 und vermutlich wird es zwischenzeitlich eher keinen Bericht geben.

Alkañiz, Morella, Peñiscola, Alcossebre, Vilafamés, Les Useres

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13.12. – 19.12.24, 227km

Morgens begrüßte uns wieder die Sonne, was nach 2 trüben Tagen, sofort das Stimmungsbarometer nach oben zeigen lies. Die morgendlichen Temperaturen waren mit 6° noch etwas frisch aber das macht uns nichts aus.

Das nächste Ziel lautete Morella-die Perle des Maestrat. Wir verlassen die Region Teruel und gelangen über den Port de Torremiro auf einer Höhe von 1204m in die Region Castellòn. Vor Morella gehen wir zunächst am Aquädukt de Santa Llúcia vorbei. Es stammt aus dem 13.Jhdt und wurde im gotischen Stil erbaut. Bis ins 19.Jhdt diente es der Wasserversorgung bis es durch Rohrleitungssysteme ersetzt wurde. Auf den dekorativen Anhänger hätte ich gerne verzichtet.

Der Ort ist wirklich hübsch und lädt zum bummeln durch die Gassen ein. Wir betreten ihn durch das Tor Sant Miquel. Sehenswert ist auch die Basilika de Santa Maria la Mayor. Auch bekannt ist der Ort für seine schwarzen Trüffel und Käse.

Der Legende nach war der Hl. Vinzenz Ferrer 1414 in der Stadt. Er setzte einen Bub, der ihm aus Mangel an Fleisch, zum Essen vorgesetzt wurde wieder zusammen und erweckte ihn zum Leben.

Ziel des heutigen Tages war ein SP in Peñiscola um die warmen Temperaturen zu genießen und das Wochenende zu verbringen.

Wir haben die Strandspaziergänge genossen.

Am Montag zog es uns weiter auf den etwa 30km entfernten SP „Las Moreras“ in Alcossebre. Der Platz hatte noch einige Plätze frei und wir entschlossen uns bis Donnertag auf dem Platz zu bleiben.

Der Ort ist nicht so schön wie Peñíscola und auch die Strandpromenade ist nicht vergleichbar aber uns gefällt er trotzdem. Eine kleine Wanderung auf die 300m höher gelegene Ermita de Santa Lúcia bescherte uns einen wunderschönen Ausblick.

Am Donnerstag ging es dann erst mal in das Dorf Vilafamés. Der Ort präsentiert sich sehr hübsch. Das alte Waschhaus ist mit seinen zwei großen Wasserbecken schön hergerichtet. Weiter Richtung Castillo kommen wir zunächst am „Roca Grossa“ vorbei. Der Stein liegt seit einigen hundert Jahren an dieser Stelle aber wenn man daran vorbeigeht kommt einen schon der Gedanke „hoffentlich rutscht er jetzt nicht“. An der Kirche „Iglesia de la Asunció“ vorbei führt der Weg zum Castillo. Die Reste sind jetzt nicht überwältigend aber einen schönen Blick ins Land hat man von dort schon auch wenn das Wetter nicht optimal war.

Für die Nacht haben wir uns einen SP an einer kleinen Bodega in Les Useres ausgesucht. Herrlich ruhig können wir hier stehen und Nachmittagssonne bei etwa 22° genießen.

Castellgali, Montblanc, Arbeca, Saragossa, Alkañiz

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06.12. – 12.12.2024, 460km

Ruhige Tage haben wir auf dem SP verbracht und ausgiebige Spaziergänge unternommen. Am Sonntag ging’s dann zunächst zum Carrefour und dann weiter nach Montblanc. Da es für die Spanier ein verlänertes WE war haben wir uns das nahegelegene Kloster Monserrat geschenkt, es läuft ja nicht weg.

Das nächste Ziel war Montblanc mit dem Schutzpatron „Sant Jordi“. Der Legende nach hat hier der tapfere Ritter Georg die Prinzessin vor einem bösen Drachen gerettet. Bereits am Eingang des Ortes begrüßt uns der Ritter in Form einer Bronzestatue. Der hübsche Ort lädt zum Bummeln ein und die Silhouette ist mit seiner Stadtmauer und den vielen Türmen durchaus beeindruckend. Hier weht ein Hauch von Carcassonne.

Am nächsten Morgen fahren wir zunächst zum unweit entfernten Zisterzienserkloster „Reial Monastir de Santa Maria de Poblet“. Das Kloster zählt, neben dem Kloster Montserrat, zu den historisch bedeutendsten Klöstern Kataloniens.

Der Zisterzienserorden ist bekannt für seinen asketischen Lebensstil in Armut und Gebet. Das Kloster wuchs jedoch schnell zum geistigen und politischen Zentrum. Die Könige von Aragón wählten es zu ihrem Altersruhesitz.

Als Stellplatz haben wir uns das Weingut „Vinya Els Vilars“ bei Arbeca ausgesucht. Ein ruhig gelegenes Weingut bei dem es sogar Stromanschlüsse gibt. Der Ort selber ist nicht berauschend, eignet sich aber wohl auch zum Kauf von Olivenöl das sehr gut sein soll. Wir haben davon keinen Gebrauch gemacht da das Weingut außer Wein auch Olivenöl anbietet.

Nachdem wir letztes Jahr schon mal Anlauf auf Saragossa genommen haben aber auf Grund eines Feiertages dann davon Abstand genommen haben wollten wir dieses Jahr der Stadt einen Besuch abstatten. Leider war uns das Wetter nicht wohlgesonnen denn des sollte jetzt 2-3 Tage durchwachsen sein und so war der Himmel leider bedeckt und auch die Temperaturen nicht besonders hoch. Die Nacht verbracht haben wir auf einem Parkplatz an einem Vergnügungspark und von dort konnten wir in die Stadt laufen. Die Nacht war ruhig und entspannt.

Vom Stellplatz in Alcañiz aus erkundeten wir den Ort. Zunächst sind wir zum Castillo de los Calatravos emporgestiegen und haben von dort den schönen Blick auf die Stadt und die Umgebung genossen. Danach schlenderten wir durch die kleine Stadt und auch über den Plaza de España unter dem sich ein unterirdisches Kellersystem zur Aufbewahrung von Lebensmitteln befinden soll. Leider ließ uns die einzige geöffnete Bar wegen Tara nicht eintreten so dass wir nach unserem Rundgang wieder in unser Womo zurückgegangen sind.

La Palme, Roses, Besalú, Santa Pau, Sant Esteve d‘en Bas, Castellgali

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29.11. – 05.12.24, 315km

Nach einem Spaziergang durch die Salinen bei La Palme sind wir Richtung Perpignan gestartet mit dem Ziel eine Reifenwerkstatt anzufahren.

Wie wir feststellen mussten war ein Reifen des neuen Reifensatzes entgegen der Laufrichtung montiert und das wollten wir ändern lassen. Die Werkstatt schaute sich das an und hat das Problem netterweise auch sofort behoben. Mit dem richtig montierten Reifen konnten wir unsere Fahrt nach Roses problemlos fortsetzen. Entspannt schlenderten wir am Nachmittag noch am Strand entlang und genossen die Sonne.

Nach zwei Ruhetage mit Spaziergängen am Meer hat es uns weitergezogen mit dem Ziel Santa Pau. Auf dem Weg dorthin machten wir einen Abstecher nach Besalú, einem mittelalterlichen, pittoresken Städtchen. Hauptattraktion ist die geschwungene mittelalterliche Brücke „Pont Vell“ über den Ríu Fluviá die bereits 1075 erwähnt wurde.

Nach einer gemütlichen Besichtigungsrunde und einem Cappuccino fuhren wir weiter nach Santa Pau. Das Örtchen ist sicherlich eines der charmantesten Dörfer der Garrotxa. Mittelalterflair in der Altstadt mit der Kirche Santa María am Placa Major, in deren Seitenaltar eine Krippe steht die von einem Einwohner hergestellt wurde.

Eigentlich wollten wir heute einen Wanderung zum Vulkankrater Santa Margerida unternehmen aber der Himmel war bewölkt und vor allem hingen die Wolken teilweise tief. So machten wir eine kleine Wanderung um Santa Pau und trafen diese Wurzelgesellen.

In der Nacht regnete es und es dauerte bis Mittag bis die Sonne wieder lachte. Wir entschieden uns unsere Route zu ändern da für den Südrand der Pyrenäen der Wetterbericht sogar Schneeregen meldete. Drauf hatten wir nun so gar keine Lust und steuerten zunächst Sant Esteve d‘en Bas an. Hier konnten wir unsere Batterien wieder voll aufladen bevor wir Castellgali ansteuerten und das verlängerte Wochenende, morgen ist „Tag der spanischen Verfassung“, zumindest teilweise an uns vorüberziehen lassen.

Start Richtung Spanien

Riedlingen, Belfort, Pont-de-Veyle, Visan, La Palme

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22.11.-28.11.24, 1.173km

Der Start unserer Tour begann mit einem kleinen Schreckmoment. Kurz nachdem wir losgefahren sind erschien bei unserem Fahrzeug die Meldung „Störung – Bremssteuerung“. Somit steuerten wir auf dem Weg nach Riedlingen zunächst eine Werkstatt in Biberach an. Der Mechaniker löschte den Fehler da keine weiteren Einträge vorhanden waren und schickte uns mit der Empfehlung, im näheren Umkreis eine Runde zu drehen, falls der Fehler doch nochmal auftreten sollte wieder weiter. Glücklicherweise kam der Fehler nicht mehr und wir konnten unsere Fahrt fortsetzen.

Zwei Nächte verbrachten wir in Riedlingen um einen Geburtstag zu feiern und Freunde zu treffen. Am Sonntag zog es uns weiter nach Belfort. Das Wetter hatte sich bereits am Samstag wieder beruhigt und am Sonntag stiegen auch die Temperaturen wieder an. Auf dem Weg nach Belfort machte das Termometer Sprünge von 7° – 19°.

Der SP in Belfort ist praktisch gelegen und für eine Nacht perfekt. Wir machten uns auf zu einem Spaziergang zur 1687 erbauten Zitadelle. Eine wichtige Rolle spielte die Festungsanlage vor allem 1870/71 bei der Belagerung von Belfort, einem der letzten großen Gefechte des Deutsch-Französischen Krieges. Mit jedem Meter zur Festungsanlage hinauf wurde es spürbar wärmer. Die kalte Luft blieb im Tal hängen und oben in der Anlage wärmte uns die Luft leicht.

Die Vormittagsrunde führte uns über das „Fort de la Miotte“. Auch heute war es am oberhalb gelegenen Fort spürbar wärmer als am tiefer gelegenen SP.

Die Temperaturunterschiede begleiteten uns auf der Weiterfahrt nach Pont-de-Veyle“ noch eine Weile bis sich das Thermometer bei kontinuierlichen 19° einpendelte. Allerdings begleitete uns heute ein starker Wind mit etwa 50km/h der das Fahren nicht sehr angenehm machte.

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Der SP ist für eine Nacht perfekt. Der geschotterte Platz liegt ruhig und eine Gassirunde über das „Schloß“ rundet für uns den Platz ab. Am Abend regnete es dann und Rudi nutzte das nasse Fahrzeug um das Salz abzuwaschen.

Bei trockenem Wetter kam gegen Mittag die Sonne raus und begleitet uns bis zum Weingut in der Nähe von Visan. Dort blieben wir zwei Nächte (max. möglich) und genossen den strahlenden Sonnenschein bei einer ausgiebigen Gassirunde. Wir fahren gerne zum Weingut da der Wein gut schmeckt und es herrlich ruhig ist. Rudi nutzte die Zeit noch um das letzte Salz von den Felgen zu entfernen.

Als nächstes steuerten wir den Platz bei La Palme hinter den Salinen an. Das Thermometer erreichte heute Nachmittag angenehme 21,5°. Für eine Nacht ist der Platz in Ordnung und morgen verlassen wir Frankreich.

 

Übersicht Deutschland 10/24

04.10. – 02.11.24, 2.363km

Da Tara noch keine Tollwutimpfung hat haben wir beschlossen, wenn das Wetter einigermaßen passt, durch Deutschland zu reisen. Das Wetter präsentierte sich halbwegs vernünftig. Wir hatten nur wenige Regentage, oftmals bewölkt und auch einen Sonnenmix. Es waren noch viele Camper unterwegs da auch einige Bundesländer Herbstferien hatten. In Heringsdorf konnten wir, auf Grund der Frequentierung statt geplanter 4 Nächte nur 3 bleiben, aber das war die einzige Einschränkung auf der Tour. Wir haben wieder einige neue Ecken von Deutschland kennengelernt und dabei auch festgestellt dass die Preise an der Ostsee denen in München in nichts nachstehen.

Lübeck, Soltau, Bad Gandersheim, Hammelburg, Muhr am See

27.10. – 02.11.24, 987km

Die Hansestadt empfängt uns erst mal mit klassischem Nieselregen. Der SP zwischen Stadtgraben und Trave ist perfekt für eine Nacht. Nach einer kurzen Pause schlendern wir durch die Innenstadt und nach einiger Zeit lacht auch die Sonne wieder vom Himmel.

Die Backsteinarchitektur der Altstadt ist auch im Nieselregen beeindruckend. 7 Türme prägen die Altstadtsilhouette und 90 verwinkelte Gänge und schöne Stiftshöfe (versteckte grüne Oasen) gibt es zu entdecken. Ein Schmuckstück der „Königin der Hanse“, wie Lübeck auch genannt wird, ist sicherlich das Rathaus (Bild unten). Das 1286 vollendete Heilig-Geist-Hospital (Bild oben rechts), das zu den ältesten heute noch bestehenden Sozialeinrichtungen der Welt zählt, ist eines der bedeutenden Monumentalbauten im Stil der Backsteingotik.

Nach einem Abstecher im Fabrikverkauf von MEST-Marzipan war das nächste Ziel Soltau. Das wechselhafte Wetter sollte uns für den Rest der Woche begleiten. Meist war der Himmel Wolkenverhangen aber wirklich geregnet hat es eher selten. Der SP an der Therme in Soltau war für eine Nacht gut geeignet da wir im angrenzenden Park mit Tara laufen konnten.

Nach einem ausgiebigen Spaziergang am nächsten Tag war Bad Gandersheim unser nächster Stopp. Der eher verschlafene Ort erlebte eine Blütezeit im 10. Jhdt. zur Zeit in der auch die Dichterin Roswitha von Gandersheim lebte. Unter der Äbtissin Elisabeth von Sachsen-Meiningen erlebte das Frauenstift im 18. Jhdt. ebenfalls eine Blütezeit. Anfang des 19. Jhdt. wurde es allerdings aufgelöst.

Platz vor der Stiftskirche

In Hammelburg standen wir zwei Nächte. Der Stellplatz gehört zu unseren Favoriten da wir die Ruhe dort sehr genießen.

Über Muhr am See (Altmühlsee) fuhren wir dann nach Hause und beendeten unsere 4-wöchige Reise durch Deutschland. Das Wetter war insgesamt durchwachsen aber nicht schlecht. Geregnet hat es selten aber die Sonne hatte sich leider auch des öfters mal versteckt.

Barth, Ribnitz-Damgarten, Rostock, Neukloster

19.10. – 26.10.24, 267km

Das Ziel der heutigen Etappe war die Ortschaft Barth. Hier werden wir auf die Vineta-Sage aufmerksam. Vineta ist der Name einer sagenhaften Stadt an der vorpommerschen Ostseeküste. Die Lage der Stadt könnte vor Barth gewesen sein aber wissenschaftlich ist das nicht absolut untermauert.

Die Sage:

Der Sage nach ging Vineta bei einem Sturmhochwasser unter. Grund seien der moralische Verfall der Stadt, der „Hochmut und die Verschwendung der Bewohner“ gewesen. In einer der zahlreichen Varianten der Sage gab es eine Warnung: Drei Monate, drei Wochen und drei Tage vor dem Untergang der Stadt erschien sie über dem Meer mit allen Häusern, Türmen und Mauern als farbiges Lichtgebilde. Die Ältesten rieten allen Leuten daraufhin, die Stadt zu verlassen, denn sehe man Städte, Schiffe oder Menschen doppelt, so bedeute das immer den Untergang. Doch die Bewohner Vinetas kümmerten sich in ihrem Mangel an Demut nicht darum. Niemand beachtete auch die allerletzte Warnung: Einige Wochen später tauchte eine Wasserfrau dicht vor der Stadt aus dem Meer und rief dreimal mit hoher, schauerlicher Stimme:

„Vineta, Vineta, du rieke Stadt, Vineta sall unnergahn, wieldeß se het väl Böses dahn“
„Vineta, Vineta, du reiche Stadt, Vineta soll untergehen, weil sie viel Böses getan hat.“

Auch heute noch sollen zu besonderen Zeiten Glocken aus den Tiefen des Meeres zu hören sein.

Am nächsten Tag war Sonntag und wir haben uns entschieden einen erweiterten Spaziergang am Barther Bodden zu unternehmen. Das Wetter war herrlich und Tara genoss den Freilauf da außer uns fast niemand unterwegs war.

An das Kriegsgefangenenlager für abgeschossene Flieger der Royal Air Force aus Großbritannien und der Länder des Commonwealth erinnert heute ein kleiner Gedenkort der erst 1996 errichtet wurde. In dem Lager „Stalag Luft I“ waren 1200 Unteroffiziere der Royal Air Force untergebracht und ab 1943 auch viele US-amerikanische kriegsgefangenen Flieger der USAAF.

Montag war es Zeit weiterzuziehen und über Prerow fuhren wir nach Ribnitz-Damgarten. Der Darß ist der mittlere Teil der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, die an der südlichen Ostseeküste bei Ribnitz-Damgarten liegt. Der Darß war ursprünglich eine Insel, die aus einem eiszeitlichen Inselkern entstand. Auf dem Darß befand sich einer der berühmtesten sogenannten Urwälder des Deutschen Reiches. Er ist allerdings nicht als tatsächlicher Urwald anzusehen, da er seit dem Mittelalter mit verschiedener Intensität forstlich genutzt wurde. Der Stellplatz war schön am Saaler Bodden gelegen. Der Ort selber ist sicherlich kein Highlight aber ganz nett zum schlendern. Das Wetter zeigte sich nicht mehr von seiner schönsten Seite und vor allem in der Nacht regnete es bis zum Vormittag. Tara zeigte dass dieses Wetter definitiv kein Pinscherwetter ist und hielt den Morgenspaziergang sehr kurz.

Weiter ging es nach Rostock und hier war es auf jeden Fall wieder trocken und am Nachmittag strahlte die Sonne wieder.

Der SP am Museumshafen in Rostock war praktisch aber nicht der leiseste. Mit dem Ziel Neukloster, zwischen Rostock und Wismar, führte uns der Weg über die Landstraße bei bedecktem Wetter. Der SP direkt am See stellte sich als sehr ruhig, wenig besucht und für uns optimal heraus. Der Ort ist unspektakulär mit einem alten Kloster und auch einem kleinen Museum. Landschaftlich ist der Ort sehr schön gelegen am Neukloster See der zum Wandern einlädt, genauso wie die Umgebung. Ursprünglich als Platz für 1-2 Nächte um u.a. WoMo-Freunde zu treffen hat es uns dann so gut gefallen dass wir 4 Nächte geblieben sind.

Die gemütlichen Sitzplätze auf dem Stellplatz waren perfekt für einen ersten kleinen gemeinsamen Umtrunk.

Am Sonntag verlassen wir diesen schönen und angenehmen Platz und ging es endgültig weiter nach Lübeck.

Colditz, Leipzig, Beeskow, Gransee, Heringsdorf

11.10. – 18.10.2024, 591km

Der SP in Rochlitz, ohne jegliche Ver- oder Entsorgung, stellte sich als absolut ruhig heraus. Am Abend parkten hier einige LKW’s aber von ihrer Abfahrt in der Früh hörten wir nichts. Das Wetter ist weiter durchwachsen und am morgen regnete es leicht. Wir fuhren über Colditz nach Leipzig.

Colditz ist ein kleiner aber feiner Ort. Den Marktplatz zieren Häuser im Renaissance-Stil, das Rathaus aus dem 16./17. Jhdt. glänzt an seinen Giebeln mit Frührenaissanceschmuck.

Über dem Ort thront das Schloss Colditz. Das 1046 erstmals erwähnte Schloss diente als Reichsburg, Jagdschloss, Witwensitz, Armenhaus und Krankenhaus. In der jüngeren Geschichte diente das Schloss 1938/39 Nationalsozialisten als für Euthanasie-Morde. 84 Patienten zwischen 13 und 63 Jahren starben in dieser Zeit auf dem Schloss.

Während des zweiten Weltkrieges war Schloss Colditz ein bedeutendes Internierungslager für hochrangige Offiziere der westlichen Alliierten. Die Deutsche Wehrmacht hielt die baulichen Gegebenheiten für besonders ausbruchssicher. Mit Intelligenz und noch viel größerem Erfindungsreichtum wurden jedoch trotzdem über 300, davon 30 erfolgreiche Fluchtversuche gewagt. Darunter auch ein 44 Meter langer, in den Felsen gegrabener Fluchttunnel.

Heute beherbergt das Schloss neben dem Museum und dem Gedenkort für die 84 ermordeten Patienten auch eine Europäische Jugendherberge und die Musikakademie Sachsen.

In Leipzig stellten wir uns an die Galopprennbahn „Scheibenholz“. Die Rennbahn wurde 1867 im Scheibenholz, einem Teil des Leipziger Auwaldes errichtet. Die Parkmöglichkeit direkt an der Rennbahn und dem Clara-Zetkin-Park, ohne WoMo-Service, ist für uns perfekt. Der Palmengarten auf der anderen Seite des Elsterflutbettes ist eine perfekte Spaziergangerweiterung. Wir können hier sehr ruhig stehen und in etwa 30min. durch mehrere aneinandergrenzende Parks entspannt in die Innenstadt laufen.

Das Leipziger Zentrum ist belebt und sehr angenehm. Ein Rundweg über den Marktplatz mit dem alten Rathaus, der Nikolai-Kirche (in der nicht fotografiert werden darf) und der Moritzbastei lohnt auf jeden Fall.

Mit wenigen Schritten soll es jetzt Richtung deutsche Ostsee gehen. Von Leipzig aus fuhren wir an den SP an der Marina in Beeskow (Oder-Spree / Brandenbrug). Am heutigen Sonntag ist in der Burg von Beeskow ein mittelalterlicher Wollmarkt. Allerdings waren uns die 8€ Eintritt pro Person dann doch etwas zu viel und wir schlenderten durch den Ort. Im Stadtcafe machten wir einen kleinen Zwischenstopp bevor wir wieder zum WoMo zurückkehrten. Der Ort selber ist eher verschlafen und lebt vor allem in den Urlaubszeiten vom Bootstourismus.

Wir entschieden uns, von Beeskow aus, nicht an einem Stück bis zur Ostsee zu fahren und entschieden uns für den SP in Gransee (Oberhavel). In den Ort fährt man durch das „Waldemar-Tor“, welches Teil des Ruppiner-Tores ist. 1348 fiel die Stadt auf einen Hochstapler herein der sich als Markgraf Waldemar ausgab und zur Strafe mussten die Städte das Tor, durch welches der falsche Markgraf ging, zumauern und daneben ein neues bauen.

Die Stadt ist eine am Reißbrett entworfene Planstadt die nach dem Stadtbrand 1711 so wieder aufgebaut wurde.

Der Trauerzug der jungen Königin Luise, die 1810 starb, hielt in Gransee für eine Nacht. Der Sarg war am zentralen Platz aufgebahrt, an dem heute ein Denkmal ihr zu Ehren steht. Das 1280 erbaute ehemalige Franziskanerkloster prägte das Stadtbild. Nach der Reformation diente es als Schulgebäude in dem bis 1963 unterrichtet wurde.

Über Neubrandenburg geht es nach Heringsdorf auf der Insel Usedom. Neubrandenburg ist, wie Gransee eine auf dem Reisbrett entworfene Planstadt. Die Vier-Tore-Stadt, wie sie auch genannt wird, umfasst eine gut erhaltene Stadtmauer mit einem angenehmen grünen Gürtel um sie herum. Von der ursprünglichen, vermutlich schönen, Bausubstanz ist leider nur noch wenig zu sehen da etwa 80% der Gebäude der systematischen Brandlegung im April 1945 zum Opfer fielen.

Das Ostseebad Heringsdorf präsentiert sich mit seinen Strandvillen herrschaftlich. Der 40m breite feine Sandstrand ist einladend und wird gerne als Spaziermeile genutzt.

Tara musste beim ersten Strandbesuch feststellen dass Sand irgendwie doch nicht so optimal zum Fressen ist. Am zweiten Tag genoss sie den Strand dann sichtlich und hatte sich das „Sandmaul“ vom vorherigen Tag gemerkt so dass sie sich auf das Rennen am Strand konzentrieren konnte.

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Am Samstag geht es weiter, das Ziel ist noch unbekannt 😉

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