30.01. – 06.02.26, 348km
Von Aspe aus sind wir zunächst nach El Pinoso in die Genossenschaft gefahren. Neben Wein konnte ich auch den „Weinrolls“ nicht widerstehen. Wir kennen sie schon von unserem ersten Besuch hier und sie sind immer wieder lecker. Leider hat unser geliebter Campingplatz, auf dem wir auf unseren letzten Reisen mehrmals standen, scheinbar für immer die Tore geschlossen. Deshalb haben wir uns diesmal für einen Platz bei Abarán, den „Áureo Natura”, entschieden. Der Platz liegt abseits aber dafür herrlich ruhig. Auf dem Weg von Pinoso nach Abarán merkte man, vor allem an den zunehmend blühenden Mandelbäumen, dass das Klima hier etwas milder ist.



Zu Fuß in den Ort ist man schon ne Dreiviertelstunde unterwegs und der Weg führt leider auch an der Straße entlang. Sehenswert ist der Ort nicht unbedingt. Das Highlight ist das Wasserrad und ganz nett ist auch die Eremita aber das war es dann auch.
Nach einigen, negativ beschiedenen, Anfragen von SP/CP in der Region Murcia/Cartagena entschieden wir uns auf einen SP bei Mula zu fahren. Da es am nächsten Tag regnen sollte hatte für uns ein SP mit gutem Untergrund Priorität. Der Platz war, wider erwarten, sehr gut gefüllt aber wir konnten noch einen guten Platz ergattern.



Es war früher Nachmittag und wir durchstreiften die Gassen des Ortes die allesamt sehr eng waren. Am Hauptplatz viel uns der Glockenturm und die Statuen der Tambouristas auf.


Die Uhr und die Glocken bestimmten das gesellschaftliche und berufliche Leben. Die „Noche de los Tambores“ (Nacht der Trommeln), die zu einem Ereignis von internationalem touristischen Interesse erklärt wurde, beginnt, wenn die Glocken dieses Turms um Mitternacht des Karfreitags läuten. Dieselben Glocken, die vor Jahrhunderten dazu dienten, die Bewässerung der fruchtbaren Obst- und Gemüsegärten von Mula zu regeln. Im Jahr 1550 wurde der erste Turm errichtet, de allerdings 1651 bei einer Überschwemmung großen Schaden nahm. 1860 wurde er deshalb abgerissen und ein neuer errichtet. Über Jahrhunderte hinweg erfüllten die Glockentürme eine doppelte Funktion. Einerseits waren sie Symbole der Macht der Herrscher, andererseits wurden sie zu organisierenden Elementen des sozialen und beruflichen Lebens. Die Notwendigkeit, die genaue Uhrzeit zu kennen, stand in engem Zusammenhang mit der Verteilung der Bewässerung. Der Klang der Glocken in allen Teilen der Obst- und Gemüsegärten diente dazu, Konflikte zwischen zu vermeiden. Am Abend hörten wir den, vermutlich örtlichen, Verein der Tambourista beim Proben für die in 8 Wochen stattfindende „Noche der Tambores“.
In der Nacht begann es zu regnen und der Morgen begrüßte uns wolkenverhangen. Wir entschieden uns einen Spaziergang zum etwa 150 Meter höher gelegenen „Castillo de los Vélez de Mula“ zu unternehmen. Auf dem Rückweg legte ich noch eine kurzen Stop beim Friseur ein und kam dann, mit erneuten Regentropfen, wieder am WoMo an. Es regnete dann doch fast den ganzen Nachmittag vor sich hin, nicht besonders stark aber stetig.



Tags darauf lachte die Sonne wieder und wir starteten zu dem nur wenige Kilometer entfernten Stausee von Mula. Von dem Parkplatz aus hatten wir einen sehr schönen Blick auf die andere Seite des Castillos und in die Täler um Mula. Der Stausee führt derzeit sichtbar viel Wasser da einige Bäume mindestens 1m im Wasser standen. Der Parkplatz eignet sich sehr gut für eine Übernachtung was dazu führte daß wir nicht alleine hier waren.










Von dem sehr angenehmen Stellplatz sind wir am morgen nach Albox, auf den Camping Albox, gefahren und werden hier das Wochenende verbringen. Kurz bevor wir nach Albox kommen hat uns der Regen noch leicht erwischt aber es war auch schnell wieder vorbei.


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