14.01. – 29.01.2026, 288km
Wir standen erneut vom 13.01. – 23.01.25 in El Saler. Rudi ist nach Deutschland geflogen und ich hab eine Woche am Stellplatz verbracht. Über das Wochenende hab ich lieben Besuch von Tina bekommen und wir haben die Zeit entspannt genossen. Das Wetter zeigte sich erneut durchwachsen und am Dienstag wurde ich sogar von Mitarbeitern der Gemeinde gewarnt dass ich den Strand nicht betreten sollte. Das Wasser überspülte erneut den Strand und das Meer zeigte mit einem starken Wellengang erneut seine Gewalt.






Die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (21./22.1.) gestaltete sich ob eines Brandes auf dem benachbarten Campingplatz unruhig. Ich wachte durch eine Unruhe am Platz gegen 2:15 Uhr auf und ging nach draußen um der Ursache auf den Grund zu gehen. Palmen und Bäume auf dem Nachbarplatz brannten lichterloh und ein Großteil der im Anschluss stehenden Wohnmobile hatte den Platz bereits verlassen. Da auch unser Fahrzeug direkt am Zaun zum Campingplatz stand entschied ich mich sicherheitshalber ebenfalls den Platz um 2:27 Uhr zu verlassen. Den Rest der Nacht verbrachte ich auf einem Parkplatz am Ortsrand. Tags darauf fuhr ich nach unserer Gassirunde wieder zurück auf den Stellplatz. Wie sich herausstellte brannte auf dem Campingplatz die Kneipe und der dazugehörige Sitzbereich komplett ab aber das Feuer ist nicht auf die Mobilhomes aus Holz übergegriffen und somit auch nicht auf „unseren“ Stellplatz. Alles in allem ein glimpflicher Ausgang aber so in der Nacht nicht absehbar.



Gegen Mittag kam Rudi wieder aus Deutschland zurück und wir fuhren zum Einkaufen und erledigten die Entsorgung da wir am Freitag den 23.01. weiterfahren wollten.
Unser nächstes Ziel sollte ein Stellplatz bei Elche sein. Der erste den wir ansteuerten hatte nur wenige Plätze und war belegt. Wir entschieden uns dann zu dem relativ neuen Platz „Lomas de Balsares“, unweit des Flughafen Alicante, zu fahren. Der Platz eignete sich gut zum Spazieren gehen und entspannen. Die Sonne scheinte überwiegend aber der teilweise starke Wind war unser ständiger Begleiter.





Am Dienstag starteten wir mit dem Ziel auf einen Parkplatz bei Elche stehen zu bleiben und vielleicht auch zu übernachten. Der Platz stellte sich als wirklich groß heraus und war zu etwa 60% mit einem Zirkus belegt. Wir hatten aber ausreichend Platz und machten uns auf den Weg, entlang des Rio Vinalopó, in das Stadtzentrum.






Elche ist bekannt für seine Palmengärten und grundsätzlich stehen auffallend viele Palmen in und um Elche. Der Palmenhain in der Stadt geht möglicherweise auf das 5.Jhdt vor Christus zurück. Er überdauerte Römer und Mauren gleichermaßen. Die jetzige Form des Palmenareals entstand unter den Mauren im 10.Jhdt. Obwohl die Gegend nur einen Regenfall von 300mm aufweist, bilden die Palmen, die entlang der Bewässerungskanäle aus dem salzigen Fluss Vinalopó gepflanzt worden sind, ein Flickwerk von Anbauflächen. Auf den Flächen die jeweils durch die Palmen abgegrenzt und beschattet werden, entsteht ein eigenes Mikroklima. Neben der Kaiserpalme steht dort auch eine „Kandelabra“-Palme. Die Besonderheit liegt darin daß in etwa 4m Höhe 5 Arme sprießen, aber nicht um den Stamm verteilt, sondern in zwei gegensätzlichen Enden, wo sie wie ein jüdischer Kandelaber oder „Menora“ ausgerichtet sind. Nur eine von 30.000 Palmen weist ähnliche Merkmale auf.






Diese Bronzeskulptur stellte eine Szene aus der Festa d‘Elx aus dem 15.Jhdt. dar. Das gesungene Drama erzählt vom Tod, der Himmelfahrt und der Krönung der Jungfrau Maria. Jedes Jahr im August wird es in der Basilika Santa Maria aufgeführt. Die Apostel, die auf mysteriöse Weise an diesen Ort gerufen wurden, nachdem die Jungfau Maria gebeten hatte, die Jünger Jesu vor ihrem Tod zu sehen, betreten durch verschiedene Türen den Gang, der eine Kreuzung zu sein scheint. Die Apostel begrüßen sich mit Zeichen der Freude und Überraschung und stimmen dann ein wunderschönes Lied an.

Nach dem Stadtrundgang entschieden wir uns nur wenige Kilometer weiter zu fahren, auf einen Parkplatz unterhalb des Stausees. Hierbei handelt es sich um einen klassischen Freistehplatz der uns allerdings nicht besonders angesprochen hat. Schwer zu erklären warum aber die Fahrzeuge stehen hier teilweise länger was an den Büschen um den Platz erkennbar ist. Auch stellen sich manche Fahrzeuge so hin als wären sie alleine auf der Welt. Wir haben eine ruhige Nacht dort verbracht und am nächsten Tag noch einen Spaziergang zur Staumauer unternommen. Reste der ursprünglichen Wasserleitung sind noch zu sehen, das Elektrizitätswerk scheint allerdings nicht mehr in Betrieb zu sein.
Nach dem Spaziergang sind wir in das nur wenige Kilometer entfernte Aspe auf einen neuen, noch im Bau befindlichen, Stellplatz gefahren. Hier wollen wir drei Nächte verweilen und das Wetter weiter südlich beobachten. Am Mittwoch regnete es am Vormittag und dann lachte die Sonne wieder. Wir machten uns auf in den Ort und auch um etwas einzukaufen. Gegen 15:00 Uhr setzte dann ein böiger Wind ein der uns bis zu den Abendstunden erhalten bleiben sollte. In der Nacht legte sich der Wind und am nächsten Tag war es sonnig und warm. Weder der Ort noch die Landschaft waren atemberaubend aber entspannt und angenehm.



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