Gesamtroute: 21.10.2025 – 03.04.2026, 6.500km, 165 Tage
davon in Spanien: 30.10.2025 – 26.03.2026, 4.040km, 148Tage
===> Am Ende des Beitrags befindet sich eine Übersichtskarte unserer Route in Spanien und ein
Video mit allen Etappen und in Spanien angefahrenen Stell- und Campingplätze
Wir starteten Ende Oktober und die Fahrt durch Frankreich ist auch in diesem Jahr direkt Richtung Spanien. Wir steuerten bekannte und unbekannte Plätze an.
Wir planen ja eigentlich nie richtig, haben aber eine grobe Vorstellung wo wir etwa fahren möchten. So auch in diesem Jahr und das erklärte Ziel war Nazaré sowie Bekannte bei Peniche besuchen. Daher hatten wir grob im Kopf über die Provinzen Katalonien, Aragonien, Rijoa und Kastilien in den Westteil Spanien‘s zu fahren.
Je nach Wetter sollte es dann direkt nach Portugal gehen oder alternativ über die Extremadura und ggf. Andalusien erst Richtung Süden und dann nach Portugal. Der Rückweg hätte sich dann irgendwie ergeben und war noch nicht angedacht. Lediglich eine Station in Sevilla und Jerez, auf dem Hin- oder Rückweg, sollte dabei sein.
Das war unser Plan und wer sich das Video unserer Fahrtstrecke ansieht oder das Übersichtsbild wird schnell erkennen daß fast gar nichts davon unserem Plan entspricht.
Wir hatten den Gedanken zunächst am Ebro entlang zu fahren und haben dann in Sigüenza unseren ursprünglichen Plan erst mal ad acta gelegt. Morgengassi bei gefühlten -1°C, mit bewölktem Himmel und starkem Wind, entsprach nicht so ganz unseren Vorstellungen und so traten wir den Weg Richtung Ostküste an.
Das Problem dieser Überwinterung waren weniger die grundsätzlichen Temperaturen als viel mehr der zum Teil starke und kalte Wind. Wind hat es im Winter immer aber dieses Jahr war er oftmals besonders kräftig und kalt.
Alles in allem können wir uns über das Wetter aber nicht beschweren. Wir haben uns einfach Ecken rausgesucht in denen es wenig oder gar nicht regnete und die Temperaturen annehmbar waren. Insgesamt hatten wir nur etwa 5-10 Regentage und wenig starken Sturm. Was aber daran lag daß wir unsere Route dem Wetter angepasst hatten – ein Vorteil beim Fahren mit dem Wohnmobil. Die mildesten Temperaturen in Spanien gibt es nun mal an der Süd-/Ostküste und deshalb waren wir in diesem Jahr viel in Küstennähe.
Bereits nach dem Jahreswechsel, zu dem wir uns mit Freunden in El Saler verabredet hatten, fuhren wir erneut nur kleine Steps. Das Wetter in Andalusien und Portugal war einfach weiterhin schlecht und stürmisch. Wir suchten uns deshalb Orte die etwas hinter der Küste lagen raus und hatten die Hoffnung daß wir bald weiter Richtung Westen durchstarten könnten. Aber es kam anders und das extreme Wetter in Andalusien und Portugal hielt zunächst weiter an.
Der Westen Spanien‘s und Portugal hatte in diesem Winter mit viel und starkem Regen sowie sehr starken Stürmen zu kämpfen. Das führte dazu daß wir Ende Februar, als das Wetter begann sich zu entspannen, entschieden haben nicht weiter nach Andalusien rein zu fahren oder nach Portugal. Unsere Bekannten, die in der Nähe von Peniche leben, haben uns klar davon abgeraten da die Stürme nördlich von Lissabon ganze Arbeit geleistet hatten. Viele umgeknickte Bäume, Erdrutsche, abgesackte Straßen usw. würden das Reisen unnötig erschweren.
Grundsätzlich sind die Menschen, die vom Tourismus leben, natürlich sehr daran interessiert daß man gerade jetzt kommt aber wir haben uns dagegen entschieden. Wir wollten weder Rettungs- und Hilfskräften auf der Fahrt im Weg stehen noch auf Plätze fahren, auf denen wir Gefahr laufen, einzusacken. Mit dem gesetzten Zeitfenster, bis etwa Anfang/Mitte April wieder in die Heimat zurückzukehren, wurde dann auch die Zeit langsam relativ „knapp“, für einen entspannten Tripp bis nach Nazaré.
So drehten wir am Ostrand Andalusiens endgültig um und traten die Heimreise an. Wir fuhren teilweise Plätze an die wir gar nicht auf dem Schirm hatten und verweilten dort eine ganze Woche oder sogar noch etwas länger, was uns schon fast zu Dauercampern machte. In der Summe ist auch das eine Erfahrung die für uns etwas Neues und auch mal ganz schön war. Wir haben dadurch auch einiges von der Küste gesehen und uns somit auch einen Eindruck der Campingsituation dort gewonnen.
Am 26.03.26 ging es dann endgültig zurück und leider auch mal wieder schneller als geplant. Auch hier hatten wir überlegt an der französischen Mittelmeerküste noch etwas zu verweilen aber es herrschte dort über eine ganze Woche starker Wind und so führte der Weg schnell Richtung Norden.
Durch das schnellere Durchqueren von Frankreich waren wir dann kurz vor Ostern schon am Bodensee und wollten uns nicht unbedingt mit allen Osterurlaubern um die Plätze streiten. Daher entschieden wir uns dafür bereits am Karfreitag wieder zuhause zu sein.
Somit lautet das Fazit: Nicht an einem Plan (Route) festhalten wenn dieser sich als nicht sinnvoll erweist, sondern einfach immer flexibel bleiben. Dafür fahren wir mit dem Wohnmobil und suchen uns die Ecken raus die für uns jeweils passend erscheinen!
Zunächst unsere reine Spanienroute im Überblick und anschließend die Etappen die den Blogeinträgen entsprechen in einem Gesamtvideo:
Route in Spanien vom 30.10.2025 – 26.03.2026, 4.040km

Route im Video mit Teilabschnitten incl. angefahrene Stellplätze. Die einzelnen Abschnitte entsprechen den Blog-Einträgen. In der Beschreibung des Youtube-Videos sind die einzelnen Orte aus den Blogs angegeben, so daß auch jeweils an den Anfang des jeweiligen Videos gesprungen werden kann.
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