Einen Traum leben

Immer wieder unterwegs und entdecken

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Matmâta – El Jem

261km

Von unserem entspannten Übernachtungsplatz am Museum fuhren wir zunächst wieder durch eine wunderschöne Landschaft bevor wir die Autobahn nach El Jem benutzen.

Das Amphitheater ist das Highlight der Stadt El Jem. Es zählt zu den größten seiner Art und wurde nicht von den Römern, sondern von den Bürgern der Stadt erbaut. Die Katakomben sind begehbar und vermutlich haben hier niemals Gladiatorenkämpfe stattgefunden. Heute finden hier im Sommer klassische Konzerte, mit extra dafür neu errichteten Tribünen, statt.

Nach Besichtigung und Stärkung in einem der Restaurants fuhren wir zu unserem Hotelstellplatz kurz hinter El Jem.

Djerba – Matmâta

171km

Von Djerba aus fuhren wir weiter über Toujane zu einem Parkplatz am Museum bei Matmâta. Die Strecke führte zunächst wieder so von der Insel herunter wie wir gekommen waren, denn das ist die einzige Möglichkeit mit dem Fahrzeug zu fahren. Eine andere Möglichkeit wäre mit der Fähre überzusetzen was für uns aber nicht in Frage kam. So ging es über den Damm, über den gleichzeitig das Trinkwasser nach Djerba transportiert wird, wieder zurück und Richtung Medenine.

Nach Medenine fuhren wir dann in die Berge nach Toujane. Es erwartete uns eine sehr schöne Berglandschaft. Die Strecke bietet immer wieder weite Ausblicke über das Gebirge. Leider war der Wind wieder sehr stark so dass wir nicht länger an einem Ort verweilen wollten.

Toujane ist ein weitestgehend verlassenes Berberdorf. Der Ort ist vor allem für seine gewebten Teppiche, guten Honig und auch Olivenöl bekannt. Eine alte Ölmühle konnten wir uns anschauen.

Weiter Richtung Matmâta begleitete uns die wunderschöne Landschaft mit herrlichen Blicken über das Gebirge.

In Matmâta gönnten wir uns ein Getränk an der StarWars-Kulisse „Hotel Sidi Idriss“

Unser Stellplatz am Museum hatte eine schöne Kulisse und lag sehr ruhig.

Djerba

Mit einem Bus fuhren wir zu dem „Künstlerdorf“ Erriadh. Graffiti-Künstler haben die alten Fassaden der Häuser bemalt und so eine Art „Open-Air-Galerie“ geschaffen, die als Djerbahood bekannt ist.

Guellala ist als Zentrum für Töpferhandwerk im ganzen Land bekannt. Schon in der Antike wurden hier Keramiken hergestellt, die in die ganze damals bekannte Welt exportiert wurden. Waren es früher bis zu 400 Werkstätten, ist es heute noch ein gutes Dutzend. Der Ton wird aus bis zu 80m tiefen Schächten gewonnen. Anschließend mehrere Tage getrocknet und dann mit Wasser aufbereitet. Traditionell gab es nur unbemalte Keramiken, inzwischen werden für die Touristen aber auch bemalte Stücke angeboten.

Auf dem höchsten Punkt der Insel (54m) liegt das sehenswerte Volkskundemuseum „Musée des Arts et Traditions Populaires“. Erbaut ist es entsprechend einem typischen mit Mauern umstandenes Bauerngehöft mit mehreren Gebäuden. In den Räumen werden mit lebensgroßen Figuren Alltagsszenen nachgestellt.

Heute regnete es einen Großteil des Tages und an unserem Stellplatz hat sich ein größerer See gebildet. Als wir ankamen war dieser, den Erzählungen nach, aber schon wieder kleiner geworden.

Tataouine – Djerba

146km

Heute stand als Endziel die Insel Djerba auf dem Programm. Der Platz liegt im Hotelgelände des Hotels „Dar Jerba“ und ist der einzigste Platz der europäischem Standard entspricht. Der Platz hat, neben zahlreichen Stromsäulen, auch eine funktionierende Ver- und Entsorgungsanlage. Zudem befindet sich ein Servicehäuschen mit Duschen, Toiletten, Spühlraum, Aufenthaltszimmer und sogar einer Waschmaschine auf dem Platz. Wir hatten zwar grundsätzlich ausreichend Kleidung an Board haben aber die Möglichkeit zu einer Ladung Wäsche waschen genutzt.

Bei dem Hotelgelände handelt es sich grundsätzlich um einen Hotelkomplex, bestehend aus mehreren Hauptgebäuden, vielen kleinen ebenerdigen Appartements und 2 Schwimmbadanlagen sowie einem größeren Strandabschnitt.

Das Hotel hat erst etwa 10 Tage wieder geöffnet und beschränkt sich auf die Hauptpoolanlage, einigen Appartements und einem Restaurant. Auch einige, der in den Hauptgebäuden untergebrachten, Shops haben wieder geöffnet. Die ganze Anlage liegt seit Corona brach und entsprechend sieht es in den, noch nicht wieder eröffneten, Gebäuden und Zimmern sowie am Strand aus. Dafür dass Djerba einmal ein touristisches Lieblingsziel war ist der jetzige Zustand sehr traurig anzusehen. Die Minigolfanlagen, die Tennisplätze, das zweite Schwimmbad und auch große Teile des Strandes fallen eher in die Rubrik „Lost Places“.

Das Abendessen im Restaurant war relativ gut. Das Buffet war reichhaltig und mit 11.90 € pro Person durchaus günstig.

Der wieder hergerichtete Schwimmbadbereich sieht schon toll aus

Auf diesen Bereich des Hotelkomplexes wartet noch etwa Arbeit

Tataouine

Wir haben einen entspannten Tag in der Hotelanlage genossen und am Abend mit Kleinbussen das Berberdorf Douiret besichtigt. Das Dorf liegt etwa 20km südwestlich von Tataouine in dem beinahe wüstenartigen Dahar-Bergland.

Das Dorf steht auf einem Felsvorsprung unterhalb des Bergsporns. Ursprünglich sollen hier bis zu 6.000 Menschen gelebt haben. Heute ist das Dorf nahezu verlassen, nur noch 2-3 Familien leben dort. Sie betreiben ein Cafe und ein kleines Hotel, leben somit teilweise vom Tourismus.

Leider hat uns ein kräftig kalt blasender Wind den Besuch etwas getrübt. Auch den erhofften Sonnenuntergang haben wir leider nicht sehen können da sich Wolken davor geschoben haben.

Ksar Ghilane – Tataouine

141km

Nach der frühen Abfahrt aus dem Camp zurück zur Oase Ksar Ghilane starteten wir am Nachmittag Richtung El Farch bei Tataouine und besichtigten unterwegs das Berberdorf Chenini.

Durch den Sandsturm war die Fahrt teilweise kein leichtes Unterfangen.

Chenini ist ein Berberdorf das am Berg liegt. Die meisten Wohnungen stehen leer da die Wasserversorgung extrem schwierig war und auch Arbeitsplätze fehlten. Die Bewohner leben heute in dem neuen Ort Nouvelle Chenini.

Die Höhlen sind teilweise etwa 900 Jahre alt. In der Mitte dominiert die weiss getünchte Moschee. Bei gutem Wetter hat man von oben einen tollen Blick über die Gegend bis nach Tatanouine.

Camp Zmela

22km

Das Wetter zeigte sich heute wieder von seiner freundlicheren Seite. Wir starteten den Tag mit einer kleinen Wüstenschifftour und holten im Anschluss noch die Quadtour, zum Ksar Ghilane nach, die gestern wegen dem Sandsturm ausgefallen war.

Am späten Nachmittag wurden wir mit Jeeps dann in das Campment Zmela gefahren, unsere Fahrzeuge haben wir für eine Nacht im Oasenort zurückgelassen.

Das Camp liegt am östlichen Rand des Großen Erg, umgeben von einem Dünenmeer, das sich bis zum Horizont erstreckt.

Bei dem Großen Erg handelt es sich um ein Sandmeer und an seinem östlichen Rand liegt das Camp.

Der Westliche Große Erg (Sandmeer in der Sahara) liegt in Nordalgerien und ist der zweitgrößte nach dem Östlichen Großen Erg.

Der Östliche Große Erg ist das größte Sandmeer der Sahara dessen nordöstlicher Teil in Tunesien liegt und an dessen Rand das Camp.

Wir sind über die Dünen gelaufen und haben den Ausblick genossen.

Am Abend hat man uns die traditionelle Art des Brotbackens gezeigt.

Im Anschluss haben wir beim gemeinsamen Abendessen den Abend ausklingen lassen und in unseren Zelten eine ruhige Nacht verbracht.

Douz – Ksar Ghilane

152km

Wir fuhren heute zur Oase Ksar Ghilane . Der Oasenort hat einen natürlichen Pool der aus einer Thermalquelle gespeist wird. Gefühlt treffen sich hier alle Touristen die Tunesien besuchen. Auch wir haben hier einige gesehen die uns schon vorher über den Weg gelaufen sind.

Ksar (Festung) Ghilane ist ein ehemaliges Wüstenfort der Franzosen, errichtet auf den Resten des römischen Tisavar. Den Weg zur Festung selber haben wir am nächsten Tag mit Quads unternommen. Ursprünglich war die Tour für heute geplant aber ein Sandsturm machte uns einen Strich durch unsere Planung.

Wir standen relativ geschützt in dem Oasenort aber als der Sandsturm kam mussten wir alle Fenster schließen. Das Dach sah danach aus als hätte jemand Sand mit einer Schaufel drauf geworfen.

Douz – Tour zur Wüste

Um einen Eindruck zum ursprünglichen Leben und zur Kultur der Nomaden zu bekommen besuchten wir das Museum in Douz. Youssef, unser local Guide, erklärte uns die traditionelle Kleidung, Werkzeuge und auch das Thema Flora und Fauna.

Danach statteten wir der Medina von Douz noch einen Besuch ab und schlenderten durch die Gassen.

Tozeur – Douz

130km

Heute erwartete uns ein besonderes Highlight, das Chott el Djerid das sich mit Chott el Fejaj fortsetzt. Mit rund 7500 Quadratkilometern ist der Salzsee der größte der Sahara und misst fast die 14fache Fläche des Bodensees. Die Chotts teilen grob Tunesien in einen besiedelten Nordteil und einen nahezu menschenleeren Südteil. Die Fläche von Nord- und Südteil sind jeweils fast genauso groß aber dadurch dass im Südteil nur wenige Menschen leben wird er in Karten teilweise gar nicht mehr erwähnt.

Wir mussten, da wir etwas eingeparkt waren, zunächst noch etwas warten bis sich einige Fahrzeuge auf den Weg gemacht hatten damit auch wir los fahren konnten. Unterwegs, irgendwo fernab von Siedlungen, mussten wir erst mal unsere Tanks leeren. Wie erwähnt gibt es auf den Campingplatzen hierfür keine Möglichkeit.

Über eine gut ausgebaute Straße fuhren wir mitten durch das Chott.

Glücklicherweise sind wir in der heutigen Zeit mit Navigationsgeräten unterwegs und müssen nicht mühsam irgendwelche Straßenschilder entziffern.

Ziel der heutigen Etappe war der Campingplatz bei Douz, dem Tor zur Wüste. Auf dem Weg dorthin begleitete uns teilweise kräftiger Wind.

Schrottplätze und sonstige Müllsammelstellen gibt es nicht. Alles lagert irgendwo am Straßenrand.

Daneben haben auch die Wüstenschiffe ihren Platz.

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