Wir haben uns heute für einen Stadtbummel entschieden und am späten Nachmittag ist eine Jeeptour geplant.



Die Tour führte zum Camelberg und eine Kulisse aus dem Film StarWars.









Immer wieder unterwegs und entdecken
Wir haben uns heute für einen Stadtbummel entschieden und am späten Nachmittag ist eine Jeeptour geplant.



Die Tour führte zum Camelberg und eine Kulisse aus dem Film StarWars.










143km
Von Gafsa aus fuhren wir in Richtung Chebika. Das Berberdorf liegt in der Nähe der algerischen Grenze und auf dem Weg dorthin begleitet uns eine Phosphat-Eisenbahnlinie und die Ausläufer des Atlasgebirges, die hier die Grenze zu Algerien bilden. Die Strecke führte uns durch eine Oase und auch über stark verwehte Straßen.









Das Berberdorf Chebika wurde 1969 überschwemmt und unterhalb davon das neue Dorf errichtet. Der malerische Brunnen mit einem kleinen Wasserfall am Fusse des alten Berberdorfes ist der Hauptanziehungspunkt. Der Brunnen versorgt eine kleine Anzahl unterirdischer Kanäle. Diese Oase verdankt ihren Wohlstand diesem Bewässerungssystem.






Nach einem traditionellen Essen, Couscous mit Kartoffel und Lammfleisch, sind wir nach Tozeur weitergefahren.







134km
Unterwegs sieht man immer wieder kleine Restaurants bei denen klar erkennbar ist was es heute zu Essen gibt.





Unsere Stellplätze auf dem Campingplatz bei Gafsa war dann doch eher ein Ackerplatz. Die Nacht war allerdings schön ruhig und auch war erkennbar dass der Platz gepflegt wird und zur Erholung dient.






In Sbeitla standen wir auf einem Hotelparkplatz nahe der Ausgrabungsstätte Sufetula. Von dort konnten wir zu Fuß zum Archäologiepark gehen. Heute ist regionaler Feiertag und an der Ausgrabungsstätte hatte sich ein Minister angekündigt. Das Wetter war kühl und windig aber trocken. Wie überall üblich wird etwas kulturelles angeboten wenn eine wichtige Persönlichkeit zu Besuch kommt und so auch hier.



Bei der Ausgrabungsstätte handelt es sich um eine römische Siedlung mit einer Fläche von insgesamt ca. 60.000qm, allerdings sind nur etwa 30.000qm frei gelegt da nicht mehr Geld vorhanden ist.

Zu sehen sind neben den Gebäude- und Wegeresten auch ein mosaikverziertes byzantinisches Taufbecken, eine Ölmühle, ein Amphitheater und ein Aquädukt.


















162km
Wir starteten am Morgen zu einem Rundgang durch die Künstlergrotte von Ammar. Das Grundstück und die Gebäude gehörten seinen Eltern. Von 1996-2001 hat er selbst die Grotte in den Berg gegraben und so eine Berberbehausung nachempfunden. Das Gebiet war Berberland und solche Höhlenhäuser waren ihr Zuhause. Der Vorteil solcher Höhlenbauten ist die gleichbleibende Temperatur, der Schutz im Sommer vor der Hitze und die angenehme Temperatur im Inneren der Höhle im Winter oder an kalten Tagen. Von der zunehmenden Wärme der Höhle konnten wir uns selbst einen Eindruck verschaffen.









Im Anschluss fuhren wir nach Sbeitla. Es wurde ein anstrengender Weg da uns lange Polizeikontrollen und eskortierte Wegstrecken mit der Polizei den Tag über begleiteten.



Das Einkaufen von Lebensmitteln am Straßenrand ist in den Ortschaften problemlos möglich. Was angeboten wird ist leicht zu sehen.





174km
Der Weg führte uns zunächst durch eine bergige Landschaft bis auf eine Höhe von etwa 760m hinauf. Die hügelige und kurvige Strecke ermöglichte kein schnelles Vorwärtskommen. Ab etwa Dahmani änderte sich das Landschaftsbild deutlich. Es wurde steiniger und trockener bzw. staubiger.







Viele „algerische“ Tankstellen begleiten uns auf unserem Weg und die ganze Zeit durch Tunesien. Uns wurde erklärt dass die Menschen mit Ihren Eseln nach Algerien gehen, diese dort mit Spritkanister beladen und anschließend alleine zurücklaufen lassen da Esel zuverlässig nach Hause laufen. Esel haben meist kein Geld dabei und so fällt kein Zoll an. Die Qualität des Sprits ist allerdings minderwertig und sollte nicht getankt werden. Da es diese Tankstellen in allen Teilen Tunesiens zu finden sind wird der Sprit nicht nur von Eseln befördert. Wir haben ca. 0,60 € je Liter bezahlt und der algerische dürft etwa 0,40 € kosten. Betankt wurden an solchen Tankstellen übrigens Fahrzeuge jeder Art.




An der Ausgrabungsstätte bei Althiburos haben wir mit unserem Mobil übernachtet da die Anfahrt zur Grotte des Künstlers Ammar nicht für unser Fahrzeug geeignet ist. Die Polizei bewachte auch uns die ganze Nacht an dieser sehr wenig befahrenen Stelle damit uns nichts passiert.




Gegen Mittag starteten wir zu einem Rundgang durch die Medina von Bizerte die in weiss und blau uns u.a. an Griechenland oder Spanien erinnerte.


Am Nachmittag fuhren wir dann ca. 170km über das Kap Angela, dem nördlichsten Punkt des afrikanischen Kontinents, zu unserem nächsten Stellplatz in Tabarka.
Das Kap selber ist eher unspektakulär und leider war durch das Wetter auch die Sicht nicht sehr gut.



Der Weg führte uns durch eine hügelige und grüne Landschaft die uns gefiel. Die Straßen waren sehr gut und es wurde nur an den Stellen wirklich etwas eng an denen uns Tierherden begegneten.




Am 13.04. sind wir am Abend auf die Fähre gefahren und am 15.04. , mit einem Zwischenstopp in Palermo, um ca. 1:15 Uhr im Fährhafen La Goulette angekommen. Im Anschluss sind wir im Convoi nach Bizerte auf unseren ersten SP bei einem Hotel gefahren.
Die Strecke von ca. 80km führte über die Autobahn und war entsprechend der Uhrzeit weitestgehend leer. Gegen 04:30 Uhr lagen wir endlich in unseren Betten um etwas zu schlafen.

595 km – 08.04. – 12.04.24
Für die Anreise haben wir uns 5 Tage Zeit gelassen und uns für den Weg durch die Schweiz entschieden. Ursprünglich hatten wir überlegt als erstes auf dem Stellplatz am San Bernhardino zu übernachten aber da das Wetter nicht gut war haben wir uns für einen Stellplatz südlich von Chur an einem Umspannwerk entschieden. Dort waren tagsüber Bauarbeiten aber die Nacht war ruhig und angenehm. Auch für die Gassirunde war der Platz optimal. Am nächsten Tag fuhren wir über den San Bernhardino nach Cernobbio am Comer See. Im Nachhinein waren wir wirklich froh nicht den Stellplatz am San Bernhardino gewählt zu haben. Zum einen liegt er nicht besonders schön und zum lag dort noch Schnee.



In Cernobbio war das Wetter auch nicht besser aber zumindest regnete es (noch) nicht. Der Stellplatz ist für größere Fahrzeuge nur bedingt geeignet und wir entschieden uns vor dem Stellplatz stehen zu bleiben. Am Nachmittag unternahmen wir einen Spaziergang am See. Später sollte es regnen und vorher wollten wir wieder zurück sein was uns auch gelang.






Der angekündigte Regen kam am späten Nachmittag und blieb uns, mit Pausen, auch am Nächten Tag erhalten. Als nächsten Stopp haben wir uns einen relativ neuen Platz bei Torricella Verzate, südlich von Pavia raus gesucht. Die Regenpausen haben wir für kleine Spaziergänge genutzt und am Abend in einem fußläufig erreichbaren Restaurant gegessen. Der Wirt hatte früher Kneipen in Deutschland bevor er wieder zurück nach Italien ging. Somit sprach er deutsch und war froh sich mal wieder in deutsch unterhalten zu können.



Am nächsten Tag lachte die Sonne und nach unserem obligatorischen Spaziergang starteten wir nach Ovada. Der Stellplatz liegt relativ ruhig und ins Zentrum waren es nur etwa 5min. Der Ort selber ist nicht spektakulär aber ein netter italienischer Ort mit durchaus typischem Flair. Wir haben dort selbstgemachte Tortellini gekauft und im Wohnmobil zubereitet, sie schmeckten wirklich lecker. Von Ovada ging es dann am nächsten Tag auf den Campingplatz bei Genua.

18.12. – 26.12.24, 168km
Von Villagarcia de la Torre ging es weiter nach Córdoba auf den SP El Higuerón. Bereits letztes Jahr standen wir auf diesem Platz und er hat alles was man braucht. 16€ sind zwar nicht besonders günstig aber eine Bäckerei neben an, kleine Restaurants fußläufig erreichbar und auch eine Busverbindung in die Stadt machen den Platz attraktiv.
Nachdem wir letztes Jahr bereits in Córdoba waren haben wir uns diesmal für einen entspannten Stadtbummel entschieden. In die Stadt sind wir mit den Radl gefahren was problemlos möglich war. Tag darauf haben wir uns die Medina Azahara, unweit des Stellplatzes angesehen. Zunächst besuchten wir das Museum und im Anschluss sind wir mit dem Bus zur Ausgrabungsstätte hoch gefahren. Beim Verlassen der Ausgrabungsstätte hat uns jemand einen Flyer von einem Lokal in die Hand gedrückt das wir dann am 23.12. besucht haben. Die etwa 300 Höhenmeter auf einer Strecke von 7km waren dank unserer E-Bikes kein Problem. Das Essen in dem Lokal „Los Almendros“ war wirklich gut und bei strahlendem Sonnenschein haben wir den Ausflug dorthin sehr genossen.






Medina Azahara – Die Medina wurde als Palaststadt in der Zeit der islamischen Besetzung um 950 n.Chr. errichtet. Auf einer Fläche von 1.500m x 800m befanden sich neben Moscheen auch arabische Bäder und weiter, für die damalige Zeit, revolutionäre Bauten. Bereits rund 100 Jahre nach dem Bau wurde sie im Zuge der christlichen Reconquista erobert und größtenteils zerstört. Bisher sind lediglich 10% der Medina ausgegraben und restauriert.






Ausflug zum Restaurant „Los Almendros“



Blick auf Córdoba


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