Einen Traum leben

Immer wieder unterwegs und entdecken

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Gruppentreffen Bad Windsheim / Enderndorf

28.06. – 09.07.2024, 646km

Die Woche Stand erneut im Zeichen von Begegnungen. Zunächst feierte die Blaskapelle Maisach e.V. ihr 40jähriges Bestehen. Der Verein verfügt über die Möglichkeiten und die Personalstärke ein solches Wochenende zu stemmen. In dem Fest steckte über ein Jahr Planung und viele, viele ehrenamtlichen Stunden die die Musiker geleistet haben. Am Wochenende selber waren alle beim Aufbau, der bereits am Donnerstag startete, bei einem Open-Air-Konzert und auch bei der Bewirtung im Einsatz. Auch der Abbau am Sonntag, nach einem Gottesdienst mit anschließendem Weißwurstfrühstück, erledigte sich nicht von alleine und forderte die Musiker bis zum Schluss. Eine tolle Leistung die die Musiker erbracht haben. Schön zu sehen zu was der Verein in der Lage ist! Gratulation zum 40jährigen und der unglaublichen Leistung während des Festes!

Die nächste Begegnung hatten wir im Familienkreis. Seit einigen Jahren versuchen wir regelmäßig ein Basen- und Vetterntreffen durchzuführen. Es ist „nur“ ein Abend aber ich genieße es sehr die Menschen zu sehen was ansonsten nicht passieren würde. Ein solches Treffen finde ich super und es ist toll dass es diese Möglichkeit in unserem Familienkreis gibt. In diesem Jahr viel das Treffen auf den Abend des Achtelfinalspiels Schweiz/Italien und Deutschland/Dänemark. Als Fußballfan wollte ich das Spiel natürlich schon sehen aber ich war mir sicher dass mein Cousin, als großer Fußballfan, sicherlich einen Fernseher in der Nähe hat. So war es dann auch und der Abend war gerettet.

Das schöne an diesem Treffen ist aber sich mal wieder zu sehen und zu ratschen. Vor allem ist es mir immer eine Freude die beiden Geschwister meines Vaters zu sehen. Beide sind nicht mehr die jüngsten und ich staune welche Kondition beide noch haben. Meine Tante, mit 91 Jahren, blieb bis ca. 1:30 Uhr an diesem lauen Abend sitzen und ratschte mit uns „Jungspunden“.

Nach einem Frühstück ging es dann weiter zum Brombachsee, genauer gesagt, zum Panoramastellplatz bei Enderndorf. Am Sonntag Nachmittag ist der Wochenendtrubel überwiegend vorbei und es lässt sich dort gut übernachten.

Am Montag ging es weiter zum PhoeniX-Reisemobilplatz in Bad Windsheim. Das Treffen mit Wohnmobilfreunden stand an. Bereits letztes Jahr haben wir uns einmal getroffen und in diesem Jahr dann zum Zweiten Mal. Die Zusammensetzung der Gruppe entstand aus der Überwinterung in Spanien/Portugal 2022/2023. Wir verbrachten zufällig gemeinsame Zeit an zwei Campingplätzen in Portugal und haben uns gut vertragen. Nach einem Jahr, in dem jeder irgendwie und irgendwo unterwegs war, hatten wir uns natürlich viel zu erzählen und so standen die Tage ganz im Zeichen der gegenseitigen Berichterstattung.

Paul hat sich noch was einfallen lassen und uns einen kleinen Einblick in sein Bäckerhandwerk gegeben. Genaue Erläuterungen zur Teigherstellung incl. Hinweise zu regionalen Besonderheiten durften natürlich nicht fehlen. Unter seiner Anleitung haben wir gelernt Seelen zu formen und zu backen. Sein kritischer Blick sowie seine professionellen Hinweise und Ratschläge halfen uns damit wir optisch auch was schönes hinbekommen haben. Den Teig hat er mitgebracht damit das Ganze auch sicher gelingen konnte. Anfänger benötigen immer ein Erfolgserlebnis und der mitgebrachte Teig war die Garantie dafür.

Das Wetter war so halbwegs, würde ich mal sagen. Glücklicherweise war die Wochenendhitze vorüber aber regnen hätte es jetzt auch nicht unbedingt müssen. Zudem wehte teilweise ein kräftiger und kalter Wind so daß wir am Abend irgendwann doch lieber in eines unserer Wohnmobile gekrochen sind. Da war es dann schon angenehmer.

Dem Freilichtmuseum in Bad Windsheim statteten wir auch einen Besuch ab. Es handelt sich um ein weitläufiges Gelände mit Häusern bzw. auch kleinen Siedlungen die einen guten Einblick in das damalige Leben vermitteln.

Am Freitag trennten sich unsere Wege wieder. Das nächste Treffen soll in ca. einem Jahr, irgendwo etwas nördlicher stattfinden. Heike und Frank sind ja die Nordlichter der Gruppe aber auch Kirsten und Michael kommen aus dem Nordwesten der Republik, somit wird es Zeit für ein Treffen im nördlichen Bereich Deutschlands. Im Moment steht weder Termin noch Ort, aber da wird uns schon noch was einfallen.

Wir sind von Bad Windsheim aus nach Iphofen auf einen SP beim Weingut Hemberger gefahren. Auf dem Platz standen wir schon öfter und uns gefällt es hier. Wir können direkt in den Weinbergen spazieren gehen und auch die 2km zu Fuß oder mit dem Radl nach Iphofen sind ja kein Problem. Unweit des SP ist einer der größten, noch erhaltenen, jüdischen Friedhöfe Deutschlands. Der gesamte Friedhof hatte einmal 2.500 Gräber und dort wurden Menschen aus etwa 20 umliegenden Gemeinden beigesetzt.

Am Samstag haben wir uns mit Kirsten und Michael zum Mittagessen verabredet. Michael reservierte vorausschauend einen Tisch im inneren des Gasthofs „Goldene Krone“, denn es war mal wieder Regen angesagt. So sollte es auch kommen und zwar mit einem kräftigen Schauer während wir uns das fränkische Essen schmecken ließen. Danach trennten sich unsere Wege wieder und wir fuhren mit dem Radl zurück zum Wohnmobil. Glücklicherweise haben wir einen trockenen Zeitraum erwischt denn zurück am Fahrzeug, wir waren noch mit dem Einladen der Räder beschäftigt, tröpfelte es bereits wieder.

Erneut war, auf unserem Weg nach Hause, unser Ziel für einen Zwischenstopp der Panoramastellplatz am Brombachsee. Dem See fielen damals 11 Mühlen zum Opfer und um dieser Geschichte Rechnung zu tragen gibt es seit kurzem eine Figur „Der Müller am Brombachsee“. Die meisten Mühlen waren Mahlmühlen und nur eine Mühle, die Mandlesmühle, blieb erhalten. In der Mandlesmühle ist heute das Seenlandinformationszentrum untergebracht. 1970 beschloss der bayerische Landtag den Bau des fränk. Seenlands und es sollte 30 Jahre dauern bis die Seenlandschaft im ganzen Glanz erstrahlte.

Wer möchte kann sich hier (https://www.zv-brombachsee.de/mueller/) seine Geschichte anhören oder nachlesen.

Ein WE in Niederösterreich

21.07.24 – 24.07.24 – 885 km

Auf unserer diesjährigen Tunesienreise haben wir u.a. Elfi & Kurt kennengelernt und beschlossen sie kurz zu besuchen. Von Berchtesgaden aus sind wir direkt zu den Beiden gefahren und wurden dort zusätzlich von Ingrid und Gerhard begrüßt – die wir ebenfalls von der Tunesientour her kannten. Kurt als passionierter Fischer hat uns mit einer super frischen und perfekt geräucherten Forelle verwöhnt. Das Wetter war extrem warm und schwül. Glücklicherweise regnete es dann in der Nacht und am Morgen so dass die Luft am nächsten Tag deutlich angenehmer war.

Am Vormittag hat der Regen nachgelassen und wir fuhren in das ca. 15km entfernte Baden (Niederösterreich). Dort gibt es jedes Jahr, ab ca. 20.06., eine Fotoausstellung. Die Fotos sind im Park aufgestellt und frei zugänglich für jeden. Das Motto der diesjährigen Ausstellung lautet „Mensch und Umwelt“.

Peru – auf dem Dach der Welt. La Rinconada ist der Wilde Westen der Anden. Im Jahr 2000 lebten gerade einmal 1000 Menschen in dieser maroden Stadt. Heute sind es fast 100.000 Menschen, die hier ihr Glück versuchen. In über 5.000 Metern Höhe wird der Sauerstoff kanpp und die Temperatur steigt nie über 0°. Das einzige Gesetz, das zählt? Das Recht des Stärkeren, denn die Verlockung der Goldnuggets regiert. Die Felsen hier sind voll Edelmetalle. La Rinconada ist ein Labyrinth aus engen Gassen, durch das ein eisiger Wind fegt, und in dem die Menschen in einer durch und durch unwirtlichen Umgebung von Reichtum träumen.

Wiederverwertung alter Schiffe

Kanin Nos – Dieser Leuchtturm auf der Halbinsel Kanin an der Grenze zwischen dem Weißen Meer und der Barentssee ist einer der wenigen, die in der Arktis noch erhalten sind. Nach einer 17-stündigen Fahrt mit dem Motorschlitten vom nächsten Dorf aus wurde die Fotografin von den Leuchtturmwärtern und Meteorologen Evgenia Kostikova und Ivan Sivkov empfangen, einem Ehepaar, das dort am Ende der Welt mit seinem Hund namens Dragon lebt.

Slawa Korotkiy lebt seit 13 Jahren allein in der Wetterstation Hodovarikha auf der Halbinsel Russkiy Zavorot, zwei Kilometer von der Barentssee entfernt. Dort, in der ehemaligen Militärbasis, widmet er sein Leben und seine Arbeit in einem asketischen Alltag der Arktis. Alle drei Stunden misst Slava die Windtemperatur, die Luftfeuchtigkeit, den Luftdruck und die Schneequalität in der Tundra und übermittelt die Daten in Morsezeichen an eine Person, die er noch nie gesehen hat. In seinem Haus am Fuße des hölzernen Leuchtturms hat sich seit 1933 nichts verändert, weder die Tapeten noch die einfachen Möbel. Über seinem Schreibtisch, voll mit alten Funkgeräten, hängt ein aus einer Zeitung ausgeschnittenes Porträt von Juri Gagarin.

Dikson – Die Geisterstadt liegt auf einer Halbinsel in der Karasee.

Im April 2022 reiste Juma Xipaia nach Österreich, um bei den EARTHtalks in Wien zu sprechen und über den wichtigen Kampf ihrer Gemeinschaft für den Schutz des Amazonasgebietes vor dem Vormarsch von Bergbauunternehmen und multinationalen Konzernen zu berichten. Bereits mit 13 Jahren wehrte sich Juma gegen den Bau des Belo-Monte-Staudamms, des größten Wasserkraftwerks in Lateinamerika, das ihre Heimat verwüstete und ihr Volk, die Xipaya, zu Flüchtlingen in ihrem eigenen Land machte. Seitdem kämpft sie an vorderster Front für die Rechte indigener Völker und den Erhalt ihrer angestammten Gebiete, zunächst als Aktivistin und derzeit als Sekretärin für indigene Rechte in der Regierung von Präsident Lula.

Mit einer Zwischenübernachtung in Iggensbach am Parkplatz des Gasthauses Weihermühle ging es wieder nach Hause.

16.06.-21.06.24 – Berchtesgaden

183 km – 6 Tage

Auf dem Weg zum Treffen mit Vogelfreunden haben wir uns einen SP in Piding, an dem italienischen Restaurant, raus gesucht. Der Parkplatz ist perfekt für eine Nacht unterhalb des Schlosses Staufeneck. Das Schloss diente von 1365 bis 1805 als Pfleggericht, dessen Folterkammer wohl einen guten Eindruck in die damalige Rechtspraxis geben soll. Das Schloss ist seit 1870 in Privatbesitz und kann leider nicht besichtigt werden.

Nach einem Spaziergang gings weiter zum CP Allweglehen bei Berchtesgaden. Der Platz dient uns zum zweiten Mal als Treffpunkt und ist mit schönen Sanitärbereich und Schwimmbad sehr gut ausgestattet. Das Campingplatzrestaurant und die Massagemöglichkeiten tun ein übriges um den Aufenthalt angenehm zu gestalten.

Am Abend schickte uns das Gewitter kurzzeitig wieder in die Wohnmobile, auch unter der Markise war es nass. Durch die Lage des CPs sahen wir das Wetter kommen, aber nach etwa ner halben Stunde war der Spuk vorbei und wir konnten wieder entspannt draußen zusammen sitzen.

Spät in der Nacht regnete es nochmal stark aber am nächsten Morgen lachte die Sonne vom strahlend blauen Himmel.

Paul und Christine wollten, auf dem Weg nach Salzburg, auf eine Gassirunde bei uns zuhause vorbeischauen als sie erfuhren dass wir in Berchtesgaden waren. So gab es heute ein kurzes Treffen zu einem Eis in der Altstadt von Berchtesgaden.

Unterhalb vom Campingplatz, direkt an der Berchtesgadener Ache, steht das Gasthaus Laroswacht und lädt zur gemütlichen Einkehr.

Richtigen Spaß hatten wir dann noch als Martina ihre neue 360° Kamera getestet hat.

Berlanga bis Zafra

21.11. – 29.11.23 – 214 km

Nach einem Stadtrundgang in Llerena fuhren wir zum römischen Theater bei Casas de Reina. Unser Plan, dort die Nacht zu verbringen, ging leider nicht auf und wir fuhren ein kleines Stück weiter nach Fuente del Arco.

Llerena, auch Araberstadt genannt, erinnert mit seinen kleinen verwinkelten Gassen eher an eine Medina als eine spanische Kleinstadt. Die Plaza Mayor ist umrahmt von weißen Fassaden, hübschem Pflastermosaik, dem Rathaus und der stolzen Pfarrkirche Nuestra Senora de la Granada.

Die antike Römerstadt Regina Turdulorum entstand im 1.Jh und erlebte ihre Blütezeit unter den Flaviern. Heute sind noch die Grundmauern von Geschäfts- und Wohnhäusern sowie Teile des Forums zu erkennen. Besonders eindrucksvoll ist das ehemalige Theater in dem einst bis zu 1.000 Menschen Platz fanden.

Fuente del Arco ist ein Dörfchen am Rand der Sierra Morena und im Grenzgebiet zu Andalusien. Auch hier prägen weißgestrichene Häuser das Bild. Der Ort kam durch den Abbau von Eisenerz zu Wohlstand. Davon zeugen noch eine alte Bahnlinie und das Naturschutzgebiet Mina La Jayona.

Unweit des Ortes steht die „Sixtinische Kapelle der Extremadura“, wie man die Einsiedelei „Ermita de la Virgen del Ara“ auch noch nennt. Im Inneren sind 26 Gemälde aus dem Buch Genesis dargestellt.

Unser nächstes Ziel war die Schinkenhauptstadt „Monesterio“. Monesterio bezeichnet sich vollmundig als Hauptstadt des Iberischen Schinkens. In der Sierra de Tentudia ganz im Süden der Extremadura wurden während der Zeit der Eroberung durch die Mauren und der Rückeroberung durch die Christen erbitterte Kriege gefochten. Heute fühlt sich dort das Iberische Schwein, inmitten sanfter Gebirgszüge und Steineichenwäldern, sauwohl. Den Schinken, den es in 3 Qualitätsstufen gibt, kann man hier in vielen Läden kaufen. Die Schinkenkäulen hängen in den Läden und werden oft auch nur am Stück verkauft.

Am nächsten Tag unternahmen wir eine Wanderung und einen großen Teil der Tour wurden wir von einem Hund begleitet der scheinbar etwas Abwechslung suchte. Auf dem Rückweg kamen wir in der Nähe vorbei, von wo der Hund seine Begleitung aufnahm, er stoppte an einer Kreuzung und ging wieder in sein Heimatgebiet zurück.

Über Calvera de Leon und dem Kloster „Iglesia de Santiago Apostol“ ging es weiter nach Segura de Leon.

In Segura de Leon besuchten wir das Castillo. Von hier aus sind es nur noch etwa 40km bis nach Portugal. Der Ort liegt zu Füßen des beeindruckenden Castillo mit Wachtürmen, Zinnen und mächtigen Mauern.

In Fregenal de la Sierra, das früher zu Andalusien gehörte, kamen die Reichen aus Sevilla um dem heißen Sommer zu entfliehen. Entsprechend viele Adelspaläste stehen in dem Ort. Auch ist hier der erste Telefonanschluss Spaniens frei geschaltet worden.

Jerez de los Caballeros ist ein zauberhaftes Städtchen welches sich lohnt genauer zu erkunden. Die Stadt der Ritter, so wird der Ort auch gerne genannt. Sie zählt wohl zu den schönsten Kleinstädten der Extremadura.

Der SP in Zafra ist nicht schön aber zweckmäßig. Das Wetter war nicht besonders prickelnd aber einem halbwegs trockenen Stadtspaziergang stand nichts im Weg. Besonders schön ist die Außenfassade der Farmacia Buzu. Auch der Plaza Grande wirkt hübsch aber bei dem Wetter ist einfach alles irgendwie grau.

Guadalupe bis Berlanga

14.11. – 21.11.23 – 302km

Das ursprüngliche Ziel, der alte Bahnhof von Logrosan, war leider nicht anfahrbar. Große Pfützen und ein weicher Untergrund machten den Platz für uns zunichte. Leider war der offizielle Stellplatz des Ortes auch nicht besser und wir mussten uns einen neuen Platz suchen. Auf dem Weg zum neuen Platz fuhren wir durch eine landschaftlich reizvolle Gegend.

Auf dem Weg sind wir an den Bodegas Ruiz Torres vorbeigekommen und nutzten die Gelegenheit um uns mit Wein zu versorgen.

Am Stausee bei Valdecaballeros fanden wir einen sehr schönen Platz für eine Nacht.

Der Heimatort des Riesen der Extremadura, Puebla de Alcocer, war uns einen Stopp wert. Der 2,35m große Mann starb allerdings bereits 1875 im Alter von nur 26 Jahren. Der Stellplatz in Magacela war das heutige Endziel. Der Ort schmiegt sich an den Hügel auf dessen Spitze die Reste der Burg erkennbar sind. Am Ortsrand stehen die Überreste eines beigabenlosen Dolmen.

Heute geht’s mal wieder mit dem Radl zum Einkaufen. Der nächste Ort liegt einige Kilometer entfernt und wir haben uns eine schöne Strecke abseits der Straße rausgesucht. Wie sich herausstellen sollte war es ein Weg mit kleinen Hindernissen.

Azuaga präsentiert sich von seiner andalusischen Seite. Mit seinen Palmen und schneeweißen Häusern vor tiefblauem Himmel versprüht es andalusischen Flair.

Am Naturpark von Berlanga fanden wir ein ruhiges Plätzchen und zudem eine nahe Einkehrmöglichkeit. Reger Betrieb herrschte heute am Sonntag im Park und dem Restaurants.

Auf dem Weg in den Ort überqueren wir eine alte römische Brücke. Der Ort selber zeigt sich als typischer Ort und auch hier ist alles weiß getüncht.

Segovia nach Guadalupe

07.11. – 14.11.23 – 339km

Bei regnerischem Wetter starteten wir Richtung Madrid. Die Strecke führte uns über den etwa 1850m hohem Pass Puerto de Navacerrada, der Grenze zwischen den Region Madrid und Kastilien & Leon, Graupelschauer begleiteten uns auf dieser Strecke.

Toledo liegt auf einem etwa 100m hohen Hügel über dem Rio Tajo. Sie war galt als Hochburg der Waffenschmiede und der weltberühmte Toledostahl ging in die Geschichte ein. Mitten im Zentrum ehebt sich die imposante Kathedrale Catedral de Toledo. Die Kirche mit ihren gewaltigen Ausmaßen zählt zu den zehn schönsten Kathedralen Spaniens. Gefüllt mit Pracht und Üppigkeit die einen in den Bann nehmen. Königskapelle, die berühmte, 170 kg schwere Goldmonstranz, die herrlichen Gemälde von El Greco, Goy, Raffael und van Dyk in der Sakristei – eine Fülle an Highlights.

Unser nächstes Ziel waren die Schluchten von Burujón, auch gerne als Colorado-Canyon von Toledo bezeichnet. Auf der Wanderung bot sich ein eindrucksvoller Blick auf den Stausee sowie die spektakuläre Felslandschaft aus rötlich schimmernden Lehmklippen. Entstanden sind sie vor 25 Millionen Jahren durch die Erosion von Wind und Wasser sowie die Sedimentablagerungen des Rio Tajo.

Übernachtet haben wir auf dem nicht sehr schönen aber zweckmäßigen SP in Talavera de la Reina. Die Basilica de Nuestra Senora del Prado gilt als sixtinische Kapelle der Keramik.

Vom Castillo in Oropesa hat man einen herrlichen Blick in die Ebene Kastilliens. Früher wurden hier Glocken gegossen.

Jetzt benötigen wir dringend mal wieder etwas Stärkung und schlendern durch den Ort.

Auf unserem weiteren Weg nach Guadalupe kommen wir an den Überresten des römischen Tempel Augustobriga vorbei. Die Stadt lag zu damaliger Zeit an der Heerstraße von Mérida nach Toledo und weiter nach Zaragoza. In den 60er Jahren begann man damit, den Río Tajo aufzustauen, so dass die Ruinen der antiken Stadt überflutet wurden und heute unter Wasser liegen. Einige Teile, wie der Portikus eines Tempels sowie mehrere Säulen wurden auf ein höheres Niveau versetzt und sind deshalb noch heute zu sehen.

Landschaftlich war die Strecke wieder sehr schön und da die Sonne lachte genossen wir die Fahrt sehr. Weite Strecken führten durch Korkeichen- und Kastanienwälder. Immer wieder wurde aber der Blick auf die Bergwelt frei.

Wir hofften an der Ermita del Humilladero, kurz vor Guadalupe, übernachten zu können aber leider war der Platz nicht für uns geeignet so dass wir nur einen kurzen Stopp einlegten. Die Einsiedelei stammt aus dem 15. Jh und diente einst als erster Halt, für Pilger die aus dem Norden nach Guadalupe kamen.

Die schwarze Madonna von Guadalupe soll vom Evangelisten Lukas persönlich aus dunklem Zedernholz geschnitzt worden sein. Papst Gregor brachte sie um das Jahr 580 nach Rom von wo sie nach Sevilla gelangte. Als im Jahre 711 die Mauren in Sevilla einfielen, versteckte man die Figur in den Bergen, wo sie von einem Schäfer im Jahr 1300 wiederentdeckt wurde. An der Fundstelle errichteten Priester zunächst eine kleine Kapelle, die im Laufe der Jahrhunderte zu dem üppigen Kloster von heute heranwuchs.

Der Name des Klosters und der Marienfigur sind untrennbar mit den spanischen Eroberungsfeldzügen nach Amerika und Asien verbunden. Christoph Kolumbus, der 1492 im Auftrag der katholischen Könige die Seefahrt nach Indien unternahm und in der Neuen Welt an Land ging, nannte die Inselgruppe in Amerika Santa Maria de Guadalupe de Estremadura. Heute bekannt unter dem französischen Namen Guadaloupe in der Karibik.

Valladolid bis Segovia

01.11. – 07.11.23 – 265km

Die Nacht auf dem Platz in Valladolid war etwas unruhig da unweit des Stellplatzes eine stark frequentierte Disco war. Bereits am frühen morgen kamen, obwohl heute Feiertag ist, Männer der Stadtverwaltung zur Reinigung des Discobereichs. Leider sollte auch der Wetterbericht recht behalten und uns erwartete ein ungemütlicher Tag. Ziel war heute der CP bei Tordesillas da u.a. mal wieder die Waschmaschine rief. Direkt am CP gab es ein Restaurant und es sollte sich herausstellen dass man dort sehr gut Essen kann. Dem Ort stattenten wir am nächsten Tag einen Besuch ab.

Auf dem Weg nach Coca machten wir zunächst einen Versorgungsstop an der Bodega „Palacio de Bornos“ in Rueda und versorgten uns mit dem Nötigsten.

Das Castillo de la Mota in Medina del Campo war das nächste Ziel. Die mittelalterliche Burg und Festungsanlage ist über viele Jahre mit großem Aufwand restauriert worden. Der Bau der Anlage, ihre teilweise Zerstörung, deren Erweiterung und ihr Wiederaufbau in den unterschiedlichen Epochen sind ein Spiegelbild der spanischen Geschichte. Das Castillo diente im 16. Jh als Staatsgefängnis und die bekanntesten Insassen dürften wohl Cesare Borgia (Kardinal und Generalhauptmann der päpstlichen Armee) und Johanna die Wahnsinnige (Tochter Isabellas von Kastilien) gewesen sein.

Die Nacht wollten wir allerdings nicht hier sondern am Castillo de Coca bei Coca verbringen. Der Ort liegt am Zusammenfluss von Eresma und Voltoya in Zentralspanien. Die Burg wurde im 15. Jh von Bischof Alonso de Fonseca errichtet. Sie ist von einem Tiefen Wallgraben umgeben und gilt als einzigartiges Beispiel spanischer Burgen im Judéjarstil. Wie alle Bauten dieses Stils besteht die Burg fast völlig aus Backstein. Im Ort zeugen zahlreiche Überreste antiker Gebäude von der römischen Vergangenheit. Beeindruckend sind auch die mittelalterlichen Stadtmauern sowie der mehrgeschossige Glockenturm der weithin sichtbar ist. Der Turm gehörte zur zerstörten Kirche San Nicolás und besteht im unteren Teil aus Bruchsteinmauerwerk während der obere Teil in Mudéjar-Manier aus Ziegelsteinen gemauert ist.

Am Abend hatte ich noch das Glück einen Friseurtermin zu ergattern. Zum ersten mal kam ich da in den Genuss eines Massagestuhls beim Haare waschen. Der Morgen danach begann mal wieder mit einer klassischen Schwachstelle an der Treppe unserer Fahrzeuge. Rudi hat die nötigen Ersatzteile natürlich dabei und konnte das Problem schnell beheben so dass unsere Freunde wieder ohne Probleme ein- und aussteigen konnten. Nach der Reparatur ging es weiter nach Ávila.

Die Geburtsstadt der heiligen Theresia von Ávila liegt auf etwa 1130m und gehört sicherlich zu den sehenswertesten Städten in Spanien. Die Römer bauten im 3. Jh die erste Stadtmauer und machten Ávila zur Festung. Nach Zerstörung der Stadtmauer und Stadt wurde beides im 11. Jh wieder aufgebaut. Die Blütezeit der Stadt lag im 16. Jh durch Wollproduktion.

Der SP in Ávila liegt nahe der Stadtmauer und direkt neben dem Kongresszentrum. Wir beschlossen zum Essen in das Kongresszentrum zu gehen was wir lieber hätten bleiben lassen sollen. Es gibt definitiv besseres Essen aber so ist es halt manchmal. Am nächsten Tag gingen wir dann durch die Stadt und auf die Stadtmauer.

Die romanische Stadtmauer ist aus dem 11. – 14. Jh und mit einer länge von 2500m das markanteste Bauwerk. Die Mauer besitzt 88 Türme und neun Stadttore. Die Stadtbefestigung war als Bollwerk gegen die Mauren gedacht, die die Stadt seit 714 mehrmals eroberten und besetzten.

Die Basilica de San Vicente aus dem 12.Jh ist die bedeutendste romanische Kirche Ávilas. Später wurden gotische Elemente hinzugefügt. Sie steht an der Stelle, an der in der Regierungszeit des Kaisers Diokletian drei Heilige gemartert wurden. Außen sieht man drei schöne Apsiden. Innen sind die Gewölbe und das Grabmal des Heiligen Vincent von Interesse, ein bedeutendes früh-gotisches Grab, des Meisters Fruchel. Hinter der Basilika steht die romanische Kirche San Andrés, in der man die bedeutendsten Figurenkapitelle der Stadt sehen kann.

Der Palacio de Polentinos befindet sich innerhalb der Stadtmauern und ist Teil eines Gebäudekomplexes, der ein Archiv und ein Museum der spanischen Armee beherbergt. Es war das Herrenhaus der Grafen von Polentinos und wurde Ende des 19. Jh von der Stadtverwaltung erworben. Bis 1993 war es der Sitz der Quartiermeisterakademie des Heeres, die dann durch das Allgemeine Militärarchiv von Ávila ersetzt wurde. Seit Juli 2011 beherbergt es auch das Quartiermeistermuseum.

Das römische Aquädukt ist das Wahrzeichen Segovias. Es wurde etwa 100 n. Chr. errichtet, ist 728 Meter lang und bis zu 29m hoch. Es besteht aus 166, teilweise zweistöckigen, Bögen und ist aus etwa 25.000 Granitblöcken, ohne Mötel, zusammengesetzt. Das Aquädukt blieb während der westgotischen und maurischen Herrschaft weitestgehend unversehrt. Das Aquädukt ist von seinem Anfang in der Bergkette Sierra de Guadarrama gerechnet insgesamt 14.965m lang. Das Wasser läuft durch einen Kanal auf der Oberseite und durchquert die Stadt unterirdisch bis zum Alkazar.

Die Kathedrale Santa Maria de Segovia wurde während des Comuneros-Aufstands zerstört un im Stil der Spätgotik in den Jahren 1525-1577 neu errichtet. Das Mittelschiff ist 33m hoch und der Turm 88m, welcher erst Ende des 17. Jh fertiggestellt. Der Kreuzgang aus der alten Kathedrale, die neben dem Alcázar stand, fand hier originalgetreu seinen neuen Platz.

Auf dem Plaza Mayor neben der Kathedrale haben wir uns einen Kaffee gegönnt. Das Wetter zeigte sich von seiner launischen Seite.

Der SP in Segovia war für uns jetzt nicht so optimal und so sind wir außerhalb auf einen etwa 10km entfernten Bauernhof mit Landwirtschaftsschule gefahren. Dort haben wir einen letzten gemeinsamen Abend verbracht bevor unsere Freunde am nächsten Tag die Heimreise angetreten sind.

Astorga bis Valladolid

26.10. – 01.11.23 – 302km

Der nächste angepeilte Stopp war der Stellplatz bei Palencia, der zur Abwechslung mal wieder voll ausgestattet war. Da das Wetter uns seit ein paar Tagen nicht sehr wohl gesonnen war ist so ein Platz zum Verweilen, Wäsche waschen usw. einfach angenehm. Am späten Nachmittag unternahmen wir den vergeblichen Versuch noch Tapas zu ergattern aber dafür waren wir einfach zu spät und so gabs Spaghetti aglio e olio, made by Rudi. Palencia entpuppte sich am nächsten Tag als eine schöne und lebendige Stadt.

Als nächstes Ziel haben wir Ampudia ausgesucht. Auf unserem kurzen Weg dorthin vielen uns die Taubenhäuser auf die teilweise in gutem Zustand waren. Tauben waren früher das Nahrungsmittel der Landbevölkerung.

Ampudia ist ein kleines Gesamtkunstwerk und ein typisch kastilisches Dorf. Uns gefiel dieser Ort sehr und obwohl uns zunächst der Regen begleitete, konnten wir beim Rundgang den Charme des Dorfes erkennen. Am nächsten Tag lachte die Sonne wieder und der Ort versprühte seine schlichte Schönheit. Das Castillo de Ampudia ist aus der zweiten Hälfte des 15. Jh und überragt den Ort. Seit 1960 ist das Castillo in Privatbesitz und wurde vom Eigentümer restauriert. Neben dem Castillo befinden sich frühere Behausungen die heute noch als Keller genutzt werden und in einem ist sogar eine Kneipe untergebracht die hin und wieder geöffnet ist.

Auf unserem Weg nach Valladolid legten wir noch einen Stopp in Medina de Rioseco ein. Ein interessanter Ort mit seinen von Säulengängen gesäumten Gassen. Drei Stadttore sind noch erhalten, das Puerta de San Sebastián ist eines davon. Die Iglesia de Santa Maria de Mediavilla erhebt sich am höchsten Punkt der Stadt. Das dreischiffige Innere der Hallenkirche wird von geschwungenen Sterngewölben überspannt.

Da für den nächsten Tag Regen gemeldet war sind wir noch am selben Tag durch die Altstadt von Valladolid geschlendert. Diese setzt sich vor allem aus Adelshäuser und religiösen Bauten zusammen. Am 20. Mai 1506 starb Christoph Kolumbus in dieser Stadt.

Von Estella bis Astorga

19.10. – 26.10.23 – 494km

Auf dem Weg nach Oyon legten wir in „Puente de la Reina“ einen kurzen Zwischenstopp ein. Die heute als Fußgängerbrücke dienende Bogenbrücke über den Fluss Arga wurde in der ersten Hälfte des 11.Jh. von einer Königin gestiftet, um den Pilgern auf dem Jakobsweg eine sichere Überquerung des Flusses zu ermöglichen. Aus der Ansiedlung der Bauarbeiter entstand der gleichnamige Ort.

Mit dem Radl sind wir heute zum Weingut „El Coto“ gefahren. Von den Ausmaßen her ähnelt das Gut eher einer Fabrik. Am Eingang meinte der Pförtner dass die Mindestabnahme bei einem Karton Wein liegt und seine Zweifel hatte ob wir das mit unseren Rädern transportieren könnten. Nun, wir haben 3 Karton Wein mit Schraubverschlüssen mitgenommen und haben einen Korkenzieher geschenkt bekommen.

Auf unserem Weg nach Villadiego hielten wir in Santo Domingo de la Calzada um die Kathedrale „Santa Iglesia Catedral“ zu besichtigen.

Der Legende nach wurde der Sohn einer Pilgerfamilie zu Unrecht des Diebstahls bezichtigt und aufgehängt. Die Eheleute zogen weiter nach Santiago und auf dem Rückweg kamen sie wieder an der Richtstatt vorbei, wo ihr Sohn sie ansprach. Daraufhin gingen sie zum Richter der gerade zwei gebratene Hühner auf dem Teller hatte. Der Richter antwortete nur dass ihr Sohn so tot sei wie diese Hühner, worauf diese sich erhoben und davonflatterten. Der Sohn wurde daraufhin abgehängt.

In Valladiego wurden wir von Carlos empfangen. Der ehemalige Bürgermeister wohnt direkt neben dem Platz und gab uns Tipps.

In Astorga haben wir uns mit Freunden getroffen und sind im Anschluss dann einige Zeit gemeinsam unterwegs gewesen. Zunächst aber statteten wir Astorga einen Besuch ab und besichtigten die Kathedrale Santa Maria de Astorga und genossen die Spezialität „cocido maragato“.

Die Kathedrale Santa Maria aus dem 15. Jh. und der neugotische Bischofspalast von Antoni Gaudi sind zwei beeindruckende Gebäude.

Bei einem Essen haben wir uns die Spezialität „cocido maragato“ schmecken lassen. Die Bestandteile des Eintopfgerichtes werden in einer festgelegten Reihenfolge gegessen: zunächst sieben verschieden Sorten Fleisch – sowohl Schweine- als auch Hühner- und Kalbsfleisch-, dann Kartoffeln, Kohl und Kichererbsen und den Abschluss bildet eine Suppe. Als Dessert werden häufig natillas – eine Creme aus Milch, Eigelb und Zucker – serviert.

Von Ainsa bis Estella

11.10. – 18.10.23 – 385 km

Von Ainsa über Huesca, Bolea, Castille de Loarre und Lumbier nach Estella.

Bei Ainsa haben wir uns einen Campingplatz ausgesucht mit dem Ziel einige Tage dort zu verweilen aber es wurden nur 2 Nächte draus. Der Grund dafür war dass die Spanier Nationalfeiertag hatten der mit einem verlängerten Wochenende verbunden dazu führte dass der CP plötzlich ziemlich voll und laut wurde.

Zunächst fuhren wir mit dem Radl nach Ainsa und am nächsten Tag ging es zu Fuß in den Ort. Ein malerischer Ort der zum Verweilen einlädt. Die mittelalterlichen Gebäude und die gepflasterten Straßen spiegeln die jahrhundertelange Geschichte wider. Strategisch günstig gelegen an der Mündung der Flüsse Ara und Cinca. Auf dem Rückweg kamen wir am Cruz Cubierta vorbei. Der Sage nach fand hier die entscheidende Schlacht zwischen Christen und Mauren statt die zur Vertreibung der Mauren führte. Uns boten sich herrliche Blickwinkel am Fuße der Pyrenäen.

Ursprünglich war das Ziel Saragossa aber durch die Feiertagsfestlichkeiten haben wir umdisponiert und sind nach Huesca gefahren. Der SP war rappelvoll aber wir konnten unweit stehenbleiben und sind durch die Stadt geschlendert. So richtig wollte der Funken aber nicht überspringen und so beschlossen wir in das ca. 25km entfernte Bolea zu fahren. Dort erwartete uns ein fast leerer Stellplatz am Ortsrand.

Im Ort fanden wir eine Bäckerei, die wie sich herausstellen sollte, für spanische Verhältnisse hervorragendes Brot backt. Wir kauften uns eines und stellten 2 Tage später fest dass es immer noch gut zu Essen war was in Spanien definitiv eine Seltenheit ist.

Tags darauf lachte die Sonne wieder und wir machten einen Spaziergang in das knapp 6km entfernte Aniés. Auf dem Weg dorthin wurden wir von Fliegen und Mücken attackiert die uns irgendwie nicht mochten. Nach einem kleinen Stopp in der Ortskneipe gings wieder zurück und dank eines kleinen Lüftchens auch mit deutlich weniger Fliegen.

Am Vormittag steuerten wir das „Castillo de Loarre“ an. Bestimmt sehenswert aber mit Hunden leider nicht möglich und so haben wir uns auf den Blick von außen beschränkt.

Weiter gings zum „Castillo de Javier“, dem Geburtsort des Schutzpatrons von Navarra, Francisco de Xavier. Das Castillo ist eine Burg mit angeschlossener Basilika im Dorf Javier und liegt etwa 45km südöstlich von Pamplona am Fuße der Pyrenäen.

Nach einer Nacht auf dem Parkplatz des Castillo war das nächste Ziel die Schlucht von Lumbier. Vom SP in Lumbier war die Schlucht fußläufig zu erreichen. Der Weg, eine ehemalige Bahnlienie, führte uns durch die Schlucht und über uns kreisten teilweise Geier. Schon beeindruckende Vögel und irgendwie hatten wir Glück dass das Ergreifen von Aaron doch zu viel Anstrengung gekostet hätte.

Estella-Lizarra war das nächste Ziel.

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